Wolfgang Heubisch zu Besuch im Weilheimer Stadtmuseum

Kunst für den Minister

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Beeindruckt zeigte sich Wolfgang Heubisch (re.) vom Agathenzyklus im Stadtmuseum. V.li.: Klaus Breil, Museumsleiter Tobias Güthner, Sebastian Krieger und Kulturreferentin Ragnhild Thieler.

Weilheim – Rund 13 000 Besucher kommen pro Jahr ins Weilheimer Stadtmuseum. Zu den prominenten Gästen, die die Kunstschätze der Stadt besichtigt haben, zählt nun auch Wolfgang Heubisch, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

„In nächster Zeit haben wir einiges vor“, begann Museumsleiter Tobias Güthner am Donnerstag seine Führung. Vor allem sei es unter anderem dringend notwendig, die undichten Fenster zu sanieren und das Museum barrierefrei zu gestalten. Momentan führt nur eine enge Holztreppe in die oberen Etagen.

Diese führte auch den Minister und sein Gefolge in den ersten Stock des Museums. Dort war ihm seine Leidenschaft für Kunst sofort anzumerken. Die Stuckdecke begeisterte ihn und auch den Schrank von Clement Betle und die anderen Ausstellungsstücke nahm er genau in Augenschein. Besonders lange begutachtete Heubisch den Agathenzyklus. „Da ist so viel Tiefgang drin“, sagte er beim Betrachten. „Ich habe den Preis gelesen. Im Vergleich ist das fast geschenkt. Vor allem für diese Einmaligkeit“, zeigte er sich beeindruckt über den Kauf des Museums.

Zum Abschluss der Führung ging es dann wieder um die Nöte des Stadtmuseums. „Ich sehe die Notwendigkeit für einen Fluchtweg und die Barrierefreiheit“, sprach der Minister die Probleme an. Sein Vorschlag, um die finanziellen Mittel zu schaffen: Das Museum könnte Eintrittsgeld verlangen. In anderen Museen käme durch einen geringen Obolus eine beachtliche Summe Geld im Jahr zusammen.

Doch dagegen sprach sich Kulturreferentin Ragnhild Thieler umgehend aus: „Es hat sich bewährt, kein Geld zu verlangen. Man muss die Leute zur Kunst führen. Das geht ohne Eintritt leichter.“ Und auch Güthner befürchtet, dass gerade Schüler ausbleiben würden, wenn sie zahlen müssten. Der Eintritt bleibt also frei.

Von Ursula Gnadl

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