IHK-Wahlen stehen an – Interessensvertretung der Wirtschaft wird Anfang Mai neu besetzt

Hofft auf eine höhere Wahlbeteiligung als 2006: Heidrun Brugger. Die Weil­heimerin wurde 1987 ins IHK-Gremium Landsberg-Weilheim-Schongau gewählt, seit 1996 ist sie dessen Vorsitzende und IHK-Vizepräsidentin. „Nach reiflicher Überle- gung, ob ich noch mal fünf Jahre diese verantwortungsvollen Aufgaben bei der IHK ausfüllen möchte“, hat sich Brugger dagegen entschieden. Dafür kandidiert jetzt Tochter Helen Brugger für die IHK-Vollversammlung. Foto: Hofstetter

Vom 2. bis zum 11. Mai werden bei der IHK für München und Oberbayern die Karten neu gemischt. Knapp 9 000 Unternehmen im Landkreis Weilheim-Schongau können dann mitentscheiden, wer in den nächsten fünf Jahren in Vollversammlung und Gremium ihre wirtschaftlichen Interessen vertreten soll.

2006 haben gerade mal 13 Prozent aller im Handelsregister eingetragenen Betriebe von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. „Viel zu wenig“, finden Heidrun Brugger und Dr. Robert Obermeier. 20 Prozent sollen es diesmal schon werden, geben sich die IHK-Vizepräsidentin und der Bereichsleiter für die 14 IHK-Gremien zuversichtlich. Schließlich mache sich die IHK für die gesamte Wirtschaft stark. Ihr höchstes Organ, die Vollversammlung, holt Brugger bei einer Pressekonferenz in Weilheim aus, bestimmt nicht nur die Richtlinien der IHK-Arbeit, sondern auch die Höhe und Beiträge der Gebühren. „In diesem Parlament der Wirtschaft“, erklärt Brugger, „sind alle Wirtschaftszweige, Branchen und Unternehmensgrößen vereint.“ Auf regionaler Ebene nimmt das IHK-Gremium Landsberg-Weilheim-Schongau die wirtschaftlichen Interessen von über 16 000 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen in den beiden Landkreisen wahr. Trotz konjunktureller Achterbahnfahrt hat sich die Region laut Brugger in der abgelaufenen Wahlperiode „hervorragend entwickelt“. Die Zahl der Unternehmen sei im Landkreis Weilheim-Schongau um 22 Prozent auf 8 796 angestiegen, bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gab es ein Plus von 7,2 Prozent (40 417) zu verzeichnen. Als zentrale Themen wertet die Weilheimerin den drohenden Fachkräftemangel und die Nachwuchssicherung. Ein IHK-Monitor habe errechnet, dass 2014 in der Region Oberland 12 000 Fachkräfte fehlen werden. Der Aufbau einer eigenen Talentschmiede, familienfreundliche Arbeitsmöglichkeiten für Frauen und altersgerechte Arbeitsplätze seien nötig, um die unternehmerische Zukunft sicherzustellen. Weitere Arbeitsfelder sieht Brugger in der Vernetzung mit allen Akteuren in den Kommunen und Landkreisen, der Verbesserung regionaler Verkehrswege, dem Ausweisen neuer Gewerbeflächen – besonders in Weilheim. Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft soll forciert und die Erschließung mit schnellerem Internet vorangebracht werden.

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