"Immer viel reden..." – CSU-Starkbieranstich in Peißenberg mit jeder Menge Frotzeleien

Süffigen Salvator und deftige Spötteleien bekamen die rund 150 Besucher beim traditionellen Starkbieranstich der Peißenberger CSU serviert. Zielscheibe der Kritik war natürlich die Rathauspolitik von SPD und Bürgervereinigung, aber auch die eigene Klientel bekam die Leviten gelesen.

Die beiden „Ratschkathln“ Heidi Ehle und Hedwig Resch titulierten den CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt wegen seiner „penetranten Nachfragen“ im Marktrat sogar als „Dipfe-Scheißer“: „Das hat er bei den Bundestagsdebatten gelernt: Immer viel reden, auch wenn´s nix bringt“, so die Erkenntnis der „Ratschkathln“. In der Rolle des „Bierdimpfl“ teilte Dobrindt aber auch selber aus. Die beiden CSU-Granden im Marktrat Stefan Barnsteiner und Herbert Kratschmar verglich er mit dem Kritiker-Duo „Waldorf und Statler“ aus der „Muppet-Show“: „Erst regen sie sich bei den Sitzungen auf, dann lästern sie darüber und dann hoffen sie, dass die Veranstaltung bald vorbei ist.“ Zusammen mit dem weiblichen „Bierdimpfl“ Petra Maier nahm sich Dobrindt aber vornehmlich die politische Konkurrenz zur Brust. Gefrotzelt wurde unter anderem über „die Neumeier Sissi, die oberste Badenixe“, die sich als Eventmanagerin für die „Rigi-Rutsch´n“ aufopfere und zwar „umsonst aber nicht kostenlos“, sowie über den zweiten Bürgermeister Thomas Altendorfer: „Wenn der was sagt, dann klingt das wie das Wort zum Sonntag.“ Zudem hatte „Bierdimpfl“ Maier eine Erklärung parat, warum sich die Hohenfurcher freuen würden, wenn Bürgermeisterin Manuela Vanni endlich nach Peißenberg zöge: „Dann kriegen sie nämlich ihr Geld aus dem Einheimischen-modell zurück.“ Bruder Barnabas alias Johann Pickert spottete in seiner Fastenpredigt über bundespolitische Themen („Der Guido wär´ im Krieg wohl eine Macht, weil der Taliban sich dann zu Tode lacht“) und über den „Umgehungsstraßen-Lärmverein“ sowie das „Chaos“ im Gemeinderat: „Mich wundert´s nicht, dass zwei Altgenossen der ganze Sitzungszirkus hat verdrossen“, so Barnabas in Anspielung auf den Rücktritt der ehemaligen Fraktionssprecher Hans Streicher und Georg Karl.

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