Kampagne im Rahmen der Jahresaktion Kindergesundheit

Impflücken schließen

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Stehen für die flächendeckende Impfung, v. li. Dr. Karl Breu, Dr. Christoph Wittermann und Dr. Stefan Günther.

Landkreis – Unter dem Jahresmotto „Kindergesundheit“ werden im Landkreis Weilheim-Schongau eine Vielzahl von Aktionen durchgeführt. Zu diesen zählt auch das Projekt Impfen. Hierfür wird Dr. Christoph Wittermann als Impfarzt hinzugezogen.

Wittermann war von 1982 bis zum vergangenen Jahr in seiner Kinderarztpraxis in Weilheim tätig. Darüber hinaus hat er viele Impfstudien mit durchgeführt und betreut. Wittermann hält das Impfen „für Segen bringend“. Medizinisch „habe die Methode des Impfens die meisten Menschen- leben gerettet“, ist er überzeugt. „Es ist eine billige Maßnahme, die eine große Wirkung hat“ und weiter, „die Impfstoffe sind viel sicherer geworden“.

Im Landkreis soll die Impfquote bei allen Präventivimpfungen, wie der Grippeimpfung, steigen. Vor allem im Hinblick auf Kinder steht hier die Impfung gegen Masern im Fokus. Landrätin Andrea Jochner-Weiß sagte dazu: „Schutzimpfungen sind wirksam und gut verträglich.“

Dr. Stefan Günther, Medizinaldirektor am Landratsamt, glaubt nicht, dass im Landkreis eine Impfmüdigkeit herrscht. Nach seiner Auffassung bestehe lediglich ein Defizit bei der Aufklärung. Bei der Schuleingangsuntersuchung zeige sich, dass in Weilheim-Schongau 84,9 Prozent der Kinder gegen Masern geimpft sind. Das Ziel wären mindestens 95 Prozent.

Auch die Impfpflicht ist ein Thema, doch darüber fällt die Entscheidung nicht im Landkreis, sondern in Berlin. Befürworter hätte die Maßnahme allerdings auch in diesem Landkreis. Schon jetzt werden die Impfbücher der Kindergarten- und Schulkinder geprüft, so Dr. Karl Breu, Leiter des Gesundheitsamtes. Bricht ein Masernfall aus, werden alle Kinder und Jugendlichen ohne Impfung für 14 Tage von Kindergarten und Schule ausgeschlossen.

Ist das Impfen ein Spiel mit der Angst der Menschen oder ein Spiel mit dem Risiko krank zu werden? Die anwesenden Vertreter des Gesundheitswesens sind von Letzterem überzeugt und sehen das Impfen ohne Frage als absolute Notwendigkeit.

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