Flyer der "Initiative für ein gutes Miteinander von Fußgängern und Radfahrern" vorgestellt

Für mehr Verständnis

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Bei der Präsentation: Ordnungsamtleiter Andreas Wunder (erster v. li. hinten), Bürgermeister Markus Loth (dritter v. li. vorn) und Jutta Liebmann, Leiterin Amt für Standortförderung (vierte v. li. vorn) zusammen mit einigen Unterstützern der Initiative.

Weilheim – Die durch den Antrag von Seniorenreferentin Brigitte Holeczek (BfW) angeregte „Initiative der Stadt Weilheim für ein gutes Miteinander von Fußgängern und Radfahrern“ soll nun unter anderem mit Flyern und Plakaten unterstützt werden.

Kürzlich wurde das Werbematerial unter dem bayrisch-doppelsinnigen Motto „Geh weida, steig ab!“ im Rathaus von Bürgermeister Markus Loth und den Unterstützern der Initiative vorgestellt. Man wolle damit das Verständnis füreinander wecken, so Loth. Denn viele ältere Menschen würden sich durch das rücksichtslose Verhalten vieler Radfahrer nicht mehr sicher fühlen, weswegen sie Seniorenreferentin Holeczek auf das Problem angesprochen hätten, sagte Ordnungsamtsleiter Andreas Wunder. Der entsprechende Antrag wurde anschließend vom Stadtrat einstimmig abgesegnet und daraufhin zusammen die Kampagne entwickelt. Man wolle damit ohne den erhobenen Zeigefinger aufklären, so Wunder.

Im Flyer enthalten ist ein Plan mit der Innenstadt, in dem auf Zonen wie „empfohlene Radtouren“ und „nur für Fußgänger“ hingewiesen wird. Zusätzlich wurden auf dem Flyer Verkehrsschilder abgedruckt und ihre Bedeutung erklärt.

Harald Bauer, Leiter der Polizeiinspektion Weilheim, zeigte sich von der Initiative begeistert, da die Verkehrsmanieren bei einigen Radfahren zu wünschen übrig lassen würden. Zwar dürfte es „sehr schwierig“ werden, man solle aber nichts unversucht lassen. „Weil‘s wichtig ist“, so Bauer.

Verkehrsreferent Dr. Claus Reindl (BfW) nannte es als „großer Verfechter des Radfahrens“ „doppelt schade“, dass sich viele Radfahrer nicht an die Verkehrsregeln halten. Das Fahrradfahren auf Gehsteigen und in der Innenstadt hätte stark zugenommen, was auch für die Radler selbst gefährlich sei. Deshalb müsse man in dieser Sache „ständig dran bleiben“, damit über die Jahre hinweg eine andere Verkehrsmoral entstünde.

Neben den 20 000 Flyern, von denen bereits 10 000 an den Kreisboten zur Verteilung weitergeben wurden, wird auch mit Plakaten und Veranstaltungen auf die Initiative hingewiesen. Die Plakate sollen an den Anfängen der Fußgängerzone aufgestellt werden, um die Radfahrer gleich beim Einfahren ans Absteigen zu erinnern. Zudem wird die Initiative unter anderem auf dem Mobilitätstag am Samstag, 17. September, und – wenn noch ein Platz gefunden wird –, auf dem „Tag des Sports“ am Samstag, 24. September, vertreten sein. Zusätzlich werden die Polizei und die Verkehrsüberwachung der Stadt Kontrollen durchführen. Allerdings werde die Stadt „sanfte Aktionen“ vornehmen, bei denen auf ein Fehlverhalten hingewiesen wird aber keine Strafen anfallen, sagte Loth.

Unterstützt wird die Aktion von Stadt, Polizei, Verkehrswacht, adfc, Aktionskreis Innenstadt, Weilheimer Agenda 21, VdK, TSV, Post SV sowie den Weilheimer Schulen. Weitere Informationen zu der Initiative gibt es unter www.weilheim.de.

Von Sofia Wiethaler

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