"Integrierendes Wegekonzept" findet Zustimmung im Stadtrat

Fußgängern, Wanderern und Radlern, die auf Weilheimer Flur unterwegs sind, die Orientierung erleichtern und vorhandene Wege mit einander verbinden: Dieses Ziel verfolgt das „Integrierende Wegekonzept“, das die Stadt von der Firma „Geo-Ökologie Consulting“ für Weilheim und Umgebung erarbeiten ließ. Die nun vorliegenden Ergebnisse nahm der Stadtrat positiv auf.

Laut Beschluss des Bauausschusses vom Juni 2007 wurden die im Außenbereich vorhandenen Fuß-, Wander- und Radwege in ihrer Länge, Funktion sowie in ihrem Ausbauzustand erfasst und in einem nächsten Schritt Verbesserungsvorschläge und Ausbaumöglichkeiten aufgezeigt. Die Planer hatten ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nicht jeder Weg für alle Nutzungsarten zur Verfügung stehen könne. „Es geht um einen Grundsatzbeschluss, nicht um einzelne Details“, stellte Bürgermeister Markus Loth (BfW) in der Sitzung klar. Welche Wege wann ausgebaut werden können, hänge jeweils von der städtischen Finanzlage ab. „Ein Wegekonzept funktioniert nur, wenn es gepflegt wird“, bezog die ehemalige Tourismusreferentin Uta Orawetz im Auftrag der CSU-Stadtratsfraktion Stellung. Maßnahmen mit einem möglichst großen Kosten-Nutzen-Effekt sollten vorrangig umgesetzt und auch die Interessen der zahlreich vorhandenen Reiter berücksichtigt werden. Orawetz bemängelte das Fehlen attraktiver Routen im Hardt und im Weilheimer Moos: „Die landschaftlichen Schönheiten sollten unseren Weilheimern wie auch den Touristen gezeigt werden“, forderte sie. Auch mehr Gras- und Erdwege rund um Weilheim seien wichtig. Einen „hohen touristischen Nutzen“ verspricht sich Orawetz von einem Ost-West-Verbindungstunnel für Fußgänger und Radfahrer unter der Pollinger Straße. Zwecks kostengünstigem Bau von Sitzgelegenheiten sei das „bfz“ in Weilheim zu kontaktieren, das Ausschildern der Wege soll in Absprache mit dem Tourismusverband Pfaffenwinkel erfolgen. Rupert Pentenrieder (BfW) gab zu bedenken, dass die Stadt bei vielen Feldwegen auf Weilheimer Flur für den Unterhalt zuständig sei. „In nächster Zeit“, so der Referent für Landwirtschaft, „stehen beachtliche Instandhaltungsmaßnahmen ins Haus.“ Vor allem die Hauptwege sollten laut Ingo Remesch (SPD) auch für Menschen mit Behinderung barrierefrei zugänglich sein. Für Tagesausflügler, argumentierte der Zweite Bürgermeister, könnte dies sogar ein touristischer Anreiz sein, nach Weilheim zu kommen. Bei Orawetz fiel der Vorschlag ihres SPD-Kollegen wegen der fehlenden Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste in Weilheim nicht auf fruchtbaren Boden. Auch könne nicht jeder Wald- und Wiesenweg für das Befahren mit einem Rollstuhl hergerichtet werden.

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