Schongaus Stadtpfarrer beim Katholikentag 

"Es ist etwas ganz besonderes"

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Schongaus Stadtpfarrer Norbert Marxer wird beim Katholikentag einen Gottesdienst mit zelebrieren.

Schongau – Seit Mittwoch findet in Leipzig der Deutsche Katholikentag statt. Die Großveranstaltung, die heuer ihr 100. Jubiläum feiert, steht diesmal unter dem Leitwort „Seht, da ist der Mensch“. Mit dabei sind auch der Schongauer Stadtpfarrer Norbert Marxer sowie die Kinsauer Musikgruppe „Barbara Voigtmann und Freunde“. Am heutigen Samstag wirken sie beim Gottesdienst in der Propsteikirche St. Trinitatis mit. Der Kreisbote sprach im Vorfeld mit Norbert Marxer über das besondere Engagement.

Herr Marxer, der Gottesdienst am Samstagmorgen, den Sie mit zelebrieren, steht unter dem Thema „Edith Stein – eine Frau für Europa“. Wie kommen Sie zu der Ehre?

Marxer: „Ich bin selbst Mitglied der Edith-Stein-Stiftung und kenne die Vorstandschaft recht gut. Als sie erfahren haben, dass ich vorhabe, dem Gottesdienst als Gast beizuwohnen, haben sie mich gefragt, ob ich nicht als Konzelebrant mitwirken möchte. Da habe ich natürlich gern ja gesagt.“

Der Katholikentag in Leipzig ist nicht der erste, den Sie besuchen. Mitgewirkt aber haben Sie bislang noch nie. 

Marxer: „Das stimmt. Für mich ist es daher etwas ganz besonderes. Es freut mich auch, dass das 100. Jubiläum in einer Stadt wie Leipzig gefeiert wird, in der Katholiken die Minderheit darstellen. Das ist ein schönes Zeichen.“

Hauptzelebrant ist der Berliner Erzbischof Heiner Koch. Kennen Sie ihn persönlich? 

Marxer: „Nein, wir werden uns am Samstag zum ersten Mal begegnen. Dass er den Gottesdienst in der Propsteikirche St. Trinitatis hält, ist übrigens kein Zufall. Sie wurde erst 2015 fertiggestellt, unweit des Orts in der Stadtmitte, wo sie stand, bevor sie im Krieg zerstört wurde. Und Heiner Koch war es, der sie im vergangenen Jahr einweihte.“

Sie werden nicht der einzige Vertreter aus der Region bei diesem Gottesdienst sein.

Marxer:  „Ja, bei der musikalische Gestaltung wirkt die Gruppe „Barbara Voigtmann und Freunde“ aus Kinsau mit. Auch hier ist der Kontakt über die Edith-Stein-Stiftung zustande gekommen, bei der Frau Voigtmann wie ich Mitglied ist.“

Der Katholikentag, zu dem heuer rund 30 000 Besucher erwartet werden, läuft bereits seit Mittwoch. Sie werden aber erst zum Gottesdienst anreisen. 

Marxer: „Anders ist das nicht möglich, ich kann ja nicht einfach Fronleichnam ausfallen lassen (lacht). Aber ich werde das ganze Wochenende bleiben und versuchen, so viel wie möglich mitzunehmen. Begegnungen mit anderen Christen sind immer sehr wertvoll.“

Interview: Christoph Peters

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