Italienische Woche verwandelt Weilheimer Kirchplatz in "Piazza"

Für drei Tage verwandelte sich der Weilheimer Kirchplatz zur italienischen Piazza und war Treffpunkt für Familien, Freunde und Liebespärchen. Musik, Weine, Spezialitäten vom Mittelmeer und einige Sonnenstrahlen sorgten bei der Italienischen Woche für einen Hauch von Urlaub.

Zum Auftakt der Italienischen Woche am vergangenen Freitag herrschten auf der „Weilheimer Piazza“ bereits am Nachmittag italienische Verhältnisse. Spätestens ab 19 Uhr war auf dem mit grün-weiß-roten Fähnchen dekorierten Areal kein Plätzchen mehr frei. Anfangs wurde noch zusammengerückt, später ging nichts mehr. Die resignierte Feststellung „Da sind wir wohl zu spät dran“ war oft zu hören. Diejenigen, die einen Sitzplatz hatten, sorgten bis Mitternacht für Feststimmung und wurden dabei vom Trio Solemio mit dem Tenor Armando unterstützt. Daran knüpfte der Samstag nahtlos an. Selbst dem abends einsetzenden Regen trotzten die Besucher. Wieder gab es keine Lücken auf dem Platz. Valerio Zamboni ließ Musik typisch italienischer Art auf dem Kirchplatz erklingen. „Die Gäste sind geblieben und haben sich amüsiert“, sagte Anna Anzile, die Sprecherin des Vereins „Vita e Cultura Italiana“, dem Veranstalter, über den regnerischen Abend. Der Festausklang am Sonntag verlief zweigeteilt, tagsüber Schnürlregen, am Abend füllte sich die Piazza aber zusehends. Den sonntäglichen Höhepunkt setzte das Max Frankl Quartett mit Jazz bis kurz vor Mitternacht. Das vorläufige Resümee der Veranstalter war durchwegs positiv. „Wir haben in den drei Tagen viele Komplimente für das italienische Milieu und Vorschläge für die künftige Platzgestaltung erhalten, wie etwa die Sperrung der Straße und die Vergrößerung des Areals. Über die Zustimmung der Anwohner haben wir uns besonders gefreut. Wir sind nicht als Störfaktor, sondern als Bereicherung empfunden worden“, freute sich Anzile. Ob es 2009 weitergeht, sei noch offen. „Wir würden gern, aber wir sind nur ein kleiner Verein. Das hängt von den Sponsoren ab“, erklärte sie. Ein positives Fazit zogen auch die Standbetreiber: „Das war ein wunderschönes Fest, es hat Spaß ge- macht“, hieß esg. Im nächsten Jahr seien sie wieder dabei. Dennoch gab es auch Kritik: „Schade, dass nicht mehr italienische Gastronomen aus Weilheim da waren. Wir haben alle angeschrieben und eingeladen. Kaum einer hatte Interesse“, ärgerte sich Familie Ferrara über die eigenen Kollegen und Landsleute. / mü

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