Bürgermeister Loth geht in Jahresabschlussrede auf Vorhaben in 2016 ein

Planen, erschließen und sanieren

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Die Sanierungsarbeiten an der Heilig Geist-Spitalkirche werden im Frühjahr im Kircheninnenraum und der Sakristei fortgesetzt.

Weilheim – Der Jahreswechsel ist vollzogen und nach den Feiertagen sind viele wieder an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt. Auf städtische Maßnahmen im neuen Jahr hat der Ausblick des Bürgermeisters in der Weihnachtssitzung des Stadtrates eingestimmt. Dass die Stadt „gut dasteht“, führt Markus Loth (BfW) neben den hier arbeitenden Menschen auf die anhaltend gute Konjunktur zurück.

Zu Beginn seiner Rede äußerte Loth Verständnis für die im Zuge der Flüchtlingsaufnahme geäußerten „Besorgnisse“ der Bürger und versprach, die Bevölkerung über neue Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten und für Transparenz zu sorgen.

Für die vier neuen Wohnbaugebiete „Am Gögerl“, „Östlich des Prälatenweges II“, „Hardt- feld II“ und „Südlich der Pöltner Kirche I“ kann 2016 die Erschließung geplant und umgesetzt werden. Weitere Bebauungspläne, wie „Südlich der Pöltner Kirche II“ am Dietmayr-Anger, „Neues Berufsschulzentrum“ am Narbonner Ring, „Gmünder-Anwesen“, „Gut Dietlhofen“ sowie das interkommunale Gewerbegebiet „Achalaich“ zusammen mit der Nachbargemeinde Polling im Südwesten sind noch im Verfahren.

Geplant wird heuer die Sanierung im Kindergarten „Pfiffikus“ an der Andreas-Schmidtner-Straße. Die Generalsanierung der Ammerschule wird die Stadt noch mehrere Jahre beschäftigen. Im Zuge der Rathaussanierung wird nach dem Abbruch des Westflügels ein Neubau erstellt. Mit der Umstrukturierung im Erdgeschoss sollen Einwohnermeldeamt, Ordnungs- und Standesamt „bürgerfreundlicher und barrierefrei“ gestaltet werden, führte der Bürgermeister aus. Haupteingang und Pforte werden modernisiert.

Aufwändiger als geplant gestaltet sich die Sanierung der Stadtmauer „Am Riss“, so dass sie erst heuer fertiggestellt werden kann. Passanten und Kinder müssen sich noch gedulden, bis ihnen Grünfläche und Sitzbänke an der Südseite der Mauer wieder zur Verfügung stehen.

Der erste Wettbewerbs- preisträger für den „Busbahnhof-Neubau mit Bahnhofsumfeld“, die PK-Architekten mit BBZ-Landschaftsarchitekten aus Berlin (wir berichteten), kann jetzt mit seiner Planung loslegen, die Ausführung soll 2017/18 folgen. Wie der Bürgermeister weiter ausführte, muss das Planfeststellungsverfahren für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs noch von den Genehmigungsbehörden geprüft werden.

Der Bauausschuss wird sich demnächst mit den überarbeiteten Plänen für das Medienhaus befassen, das auf dem Grundstück des Weilheimer Tagblatts gebaut werden soll. Wie berichtet, hat der Stadtrat nach Protesten erstmals einen temporären Gestaltungsbeirat zur Rate gezogen.

Loth nannte auch einen groben Zeitplan für die neue Dreifach-Sporthalle auf dem Festplatzgelände neben der Kegelsportanlage: Wenn die Machbarkeitsstudie vorliegt, könnte 2016 geplant und 2017 gebaut werden.

Die Wohnbau GmbH Weilheim errichtet an der Lindenstraße anstelle der drei abgebrochenen Gebäude drei weitgehend barrierefreie Ersatzbauten mit 37 Wohnungen plus Tiefgarage: Wohnraum, der dringend gebraucht wird.

Dank der von einigen Stadträten initiierten Benefizaktionen sind für die Sanierung der Heilig Geist-Spitalkirche inzwischen über 50 000 Euro Spendengelder zusammengekommen, die laut Loth „für besondere Restaurierungsmaßnahmen“ verwendet werden. Nach der Sanierung von Dach und Außenfassade werden die Arbeiten im Frühjahr im Kircheninnenraum und der Sakristei fortgesetzt. Knapp die Hälfte der mit 1,6 Mio. Euro veranschlagten Sanierungskosten wird die Stadt Weilheim aufbringen müssen.

Saniert wird zur Zeit auch der ehemalige Standort der Stadtwerke an der Krumpperstraße, wo es Altlasten aus der Gaswerkezeit zu beseitigen gibt (wir berichteten).

Von Maria Hofstetter

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