Jahresversammlung Werbegemeinschaft

Eine Eislaufbahn auf dem Marienplatz?

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In Landsberg gab es schon einmal eine Eislaufbahn in der Innenstadt. Die Kosten für den "Eistraum" allerdings waren hoch, weshalb die Attraktion nur zwei Jahre Bestand hatte. 

Schongau – Die Liste der Themen, die bei der diesjährigen Hauptversammlung der Schongauer Werbegemeinschaft angesprochen wurden, war lang. Unter anderem ging es um künftige und mögliche Projekte, um die Fußgängerzone und die Zukunft der Betriebe in der Altstadt, um den Parkraum und Events wie die Hexennacht oder das bevorstehende Weihnachtsfest.

Wie gehabt begann Franz Köpf die Versammlung, zu der immerhin rund zwei Drittel der derzeit 50 Mitglieder der Schongauer Werbegemeinschaft gekommen waren, mit einer Rückschau auf die Aktionen der Werbegemeinschaft. Wobei natürlich ein Hauptaugenmerk auf der gerade abgeschlossenen Hexennacht lag. Diese sei, so Köpf, „gut gelungen“. Man sei guter Dinge, die Hexennacht zu einer ständigen Einrichtung zu machen, jetzt schon gebe es Nachahmer im Ostallgäu etwa. Enttäuscht war Köpf allerdings darüber, dass mancher Ladenbetreiber gar nicht erst geöffnet hatte. Weitere hätten angekündigt, sich künftig nicht mehr beteiligen zu wollen.

Dabei schweben dem Chef der Werbegemeinschaft bereits andere Events nach amerikanischem Vorbild vor, unter anderem der so genannte Black Friday, mit dem die dortigen Geschäft in die Weihnachtssaison starten. Das werden auch die Schongauer Geschäftstreibenden nach dem nächsten Marktsonntag (20. November) wieder, heuer mit veränderten Öffnungszeiten und einem verbesserten Angebot beim Weihnachtsmarkt. So sollen die Geschäft bis 19 Uhr öffnen, an Samstagen bis 17 Uhr und den lebendigen Adventskalender hat man auf 18.30 Uhr verlegt. Für die Zukunft könnte sich Franz Köpf auch vorstellen, das Angebot auf dem Marienplatz in der Weihnachtszeit um eine Eislaufbahn zu ergänzen. Diese könne man ausleihen oder erwerben.

„Brutal ruhig“

Viel diskutiert wurde über das Thema Fußgängerzone samt Parkraumkonzept, sowie den Leerstand in der Altstadt. Nach wie vor fehle es an einem Frequenzbringer wie dem einst einmal angekündigten Mode-Magneten. Köpf beklagte, dass es seit der Einführung der Fußgängerzone „brutal ruhig“ auf dem Marienplatz sei. Kunden würden die Altstadt meiden. Kritik musste sich Wirtschaftsförderin Yvonne Voigt auch für die Aktion „Schongau bewegt sich“ anhören, die kurzfristig abgesagt worden war (der Kreisbote berichtete). So monierte Köpf, dass nicht rüber gekommen sei, um was es dabei eigentlich gehen sollte. Respektive seien auch die Fragen der Beteiligten nicht beantwortet worden.

Mehr Online-Präsenz

Beatrice Amberg hatte sich ganz eigene Gedanken zum Thema Attraktivität gemacht. Die Vertreterin von „Schongau belebt“ warb für mehr Online-Präsenz der Altstadt-Geschäfte. Man müsse nicht unbedingt das gesamte Angebot ins Internet stellen. Aber wenn man nicht einmal herausfinden könne, ob ein Geschäft zu einer bestimmten Zeit geöffnet habe oder – schlimmer noch – wo dieses Geschäft in der Stadt liege, lasse dies viele mögliche Kunden wieder Abstand nehmen von der Idee, in der Stadt shoppen zu gehen, so Amberg. „Wenn man den Kunden behalten will, muss man ihn in seiner Mobilität abholen“, zitierte sie die Münchner Buchhändlerin Nina Hugendubel. Ambergs Angebot, die Mitglieder der Werbegemeinschaft in Sachen Facebook zu schulen, traf dabei durchaus auf Interesse.

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