Rohbau für Ausweichquartier der Peißenberger Josef-Zerhoch-Mittelschule steht

Schule aus dem Baukasten

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Schulcontainer am Haken: Von einem Schwerlastkran wurden insgesamt 39 Module auf den ehemaligen Rollschuhplatz in der Pestalozzistraße gehoben.

Peißenberg – 39 Container passgenau verteilt auf drei Etagen: Im Baukastenprinzip wurde die letzten Tage auf dem ehemaligen Rollschuhplatz neben dem Eisstadion der Rohbau für eine provisorische Schule aus dem Boden gestampft.

Das 1,678 Mio. Euro teure Projekt wurde nötig, um für die Zeit während der 2013 beginnenden Generalsanierung der Josef-Zerhoch-Mittelschule ein Ausweichquartier zu schaffen (wir berichteten). Bis zu zehn Container wurden pro Tag von Schwerlasttransportern angeliefert und per Autokran in die vorbereiteten Fundamente gehoben, trotz schlechter Witterung: „Recht viel mehr hätte es nicht schneien dürfen, dann wäre es schwierig geworden“, erklärte Bauleiter Ralf Kirner von der Systembaufirma „ALHO“. Gefertigt wurden die aufwändig konzipierten Container am Unternehmenssitz in Nordrhein-Westfalen. „ALHO“ war die letzten Jahre bereits mehrfach in der Region tätig, unter anderem 2010 in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne Altenstadt. In Peißenberg hat die Firma die nächsten Wochen rund 25 Monteure beschäftigt. Bis zu den Faschingsferien soll der Innenausbau fertig und die Mittelschule ihr neues Übergangsquartier bezogen haben. Marktbaumeister David Oppermann spricht von einem „riesigen, logistischen Aufwand“: „Das Problem ist, dass die Containerschule nahtlos funktionieren muss. Wenn im alten Gebäude der Telefonstecker gezogen wird, muss die neue Leitung sofort stehen.“ Etwa zwei Jahre wird die Sanierung dauern. Was mit der Containerschule danach passiert, soll vom Marktrat geklärt werden: „Finanziell gesehen wäre es wohl das Beste, die Container an einem Stück weiterverkauft“, meint Oppermann.

Von Bernhard Jepsen

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