Über 50 Mädchen und Buben nehmen am Kälbervorführwettbewerb der Jungzüchter teil

Nachwuchs zeigt Professionalität

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So sehen Sieger aus. Die Erst- und Zweitplatzierten des Kälbervorführwettbewerbs 2016.

Weilheim – Aufgeregte Mädchen und Buben mit Startnummern vor der Brust und einem Kälbchen an der Führungsschnur, nervöse Eltern – die Hochlandhallen standen am vergangenen Samstag ganz im Zeichen der inzwischen achten Tierschau des Jungzüchterclubs Weilheim-Schongau.

Auftakt bildete der Kälbervorführwettbewerb des Nachwuchses. Trainiert für den Auftritt wurde bis zur letzten Minute. „Da gehst jetzt umi und hörst gut auf mich“. Wer die guten Ratschläge der bayerischen Milchprinzessin Eva-Maria Bäuml aus Schwandorf (Oberpfalz) befolgte, hatte bei der Bewertung bereits Pluspunkte eingefahren. Dann wurde es ernst im Ring. Rückwärts gehend mit Blick zum Tier und zur Prinzessin, beruhigende Gesten, den weißblauen Strick fest in der Hand, stellten die vier- bis 15-Jährigen ihre Kälber vor. Kleinere Bocksprünge, bis hin zur kurzfristigen Totalverweigerung (Hinlegen) wurden mithilfe der Helferinnen schnell und nach außen hin unbeeindruckt gemeistert. Dafür gab es immer wieder aufmunternden Applaus aus den Reihen der Eltern und Lob seitens der Prinzessin und Moderator Hermann Wäspi. „Das habt ihr ganz toll gemacht. Wie ihr mit den großen, schweren Tieren umgeht, das ist spitze“, würdigten sie die Teilnehmer der Vorführgruppen.

Damit es fair zuging im Wettbewerb, wurde in insgesamt acht Altersgruppen gewertet. Kriterien waren: Harmonie zwischen Mensch und Tier, Blick zur Preisrichterin, Gesamteindruck. Kein leichter Job, wie Bäuml bekannte. „Mit zunehmendem Alter der Vorführer wird es immer schwerer, ein eindeutiges Urteil zu finden. Ihr seid alle so gut“, bekannte sie mehrfach.

Gegen 14.30 Uhr standen die Gruppensieger fest. Pokale erhielten der Fairness halber alle Teilnehmer. Erste ihrer Klassen wurden: Maria Beschta (Wildsteig), Ferdinand Bruckmeir (Münsing), Johanna Walser (Beuerberg), Lukas Lang (Wielenbach), Ferdinand Bruckmeir (Münsing), Elias Lang (Wielenbach), Leonie Kriesmair (Forst), Korbinian Ertl (Eglfing). Im anschließenden Interview verriet die 12-jährige Leonie ihr Erfolgsgeheimnis: Persönliche Fütterung mit Ansprache, sechs Tage das Führen geübt, vor dem Wettbewerb Putzen und Streicheln. Ab 19 Uhr begann das Nachtprogramm mit dem Preisrichten der Kuhklassen, Ermittlung der Schausieger sowie einer Eliteversteigerung. Abschließender Höhepunkt war die NightShow mit Open End.

Von Georg Müller

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