Juze braucht neuen Leiter – "Auch wenn´s schwer fällt": Bihlmaier kündigt im "Come in"

Schweren Herzens gab Tobias Bihlmaier, Leiter des Jugendzentrums (Juze) „Come in“, seine Kündigung bekannt.

Sichtlich enttäuscht waren die Jugendlichen, als Bihlmaier seine Kündigung öffentlich machte. Anfang Januar hatte er sie beim Landratsamt eingereicht, das Bihlmaier im Oktober 2007 als Leiter des Jugendhauses eingestellt hatte. Die Gründe für diesen Schritt legte der Sozialpädagoge beim Neujahrsempfang am Mittwoch, 26. Januar, ausführlich dar. Die fordernden Arbeitszeiten am Wochenende, abends und nachts bewegten Bihlmaier dazu. „Privatleben findet da nicht mehr statt“, gab er zu verstehen. Er wies auch auf das Problem der Unterbesetzung mit nur zwei Stellen hin, die sich drei Angestellte teilen. „Wir haben großen Zulauf. Wenn man 100 Jugendliche alleine betreuen muss, wird es wahnsinnig schwierig“, erklärte er. Ab April wird Bihlmaier für die Brücke Oberland e.V. in Weilheim tätig sein. Einen Nachfolger für das „Come in“ gibt es bisher noch nicht. „Persönlich enttäuscht“ reagierte Bürgermeister Loth. Verständnis gab es von Matthias Seitz, Abteilungsleiter für soziale Angelegenheiten im Landratsamt. Beide waren sich aber auch einig: „Man sollte wissen, dass die Position eines Jugendhausleiters mit solchen Arbeitszeiten verbunden ist.“ Über die Jahresbilanz des „Come in“ wird noch berichtet.

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