Kinderhaus Mariae Himmelfahrt hat ein neues Piratenschiff

Mit "Hildegard" auf großer Fahrt

Weilheim – Dass im Fasching verkleidete Kinder herumlaufen, ist nicht ungewöhnlich. Die vielen kleinen Piraten, die letzte Woche im Kinderhaus Mariae Himmelfahrt auf Kaperfahrt gingen, hatten jedoch einen ganz anderen Grund für ihre Verkleidung.

Als die Eltern eines Kindergartenkindes Hildegard Schamper fragten, ob sie ein Piratenschiff gebrauchen könnte, zögerte die Leiterin des Kinderhauses nicht lange. „So einen Sechser hat man nur einmal im Leben“, freute sich Schamper bei der Einweihung des neuen Spielgeräts.

Außer der organisierenden Familie erklärten sich weitere Spender dazu bereit, das Projekt zu unterstützen: Der Rotary Club Weilheim, Dr. Dr. Michael Engel, Thomas Baudisch, Dr. Gordian Hermann, Karin Pecher und die Stadt Weilheim sponserten, damit das Schiff realisiert werden konnte. Schließlich kam der aufregendste Tag: Der Transport des Spielgeräts stand an. Mit einem riesigen Autokran musste es durch den Zinngießerweg in den Garten gehoben werden. Als schließlich alles befestigt und die Flagge mit dem Maskottchen des Kinderhauses gehisst war, konnte Stadtpfarrer Engelbert Birkle das Schiff endlich einweihen. Mit Piraten-Lied, Piraten-Tanz und zwei großen Töpfen Gulaschsuppe feierten Kinder, Eltern und Angestellte gemeinsam.

Um die Schiffstaufe kümmerte sich die dritte Bürgermeisterin und Referentin für Kitas Angelika Flock. Weil das Namensschild noch unter einem großen Tuch versteckt war, konnte ihn noch keiner sehen. Mit einer Flasche Sekt in der Hand machte sie es aber spannend. „Es ist ein besonderer Name, weil ihn eine besondere Person trägt“, brachte Flock die Kinder auf eine heiße Spur. „Ein Garant für Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Ehrlichkeit“, lobte Flock. „Eine Person, die ein Herz hat wie ein Bergwerk“. Schampers Grinsen wurde bei der Ansprache immer breiter und als das Tuch fiel, blickte sie ungläubig auf das Holzschild mit ihrem Namen.

Geahnt hatte sie davor nichts und freute sich so über die gelungene Überraschung, dass sie nur noch eines sagen konnte: „Das ist ein Traum!“

Von Ursula Gnadl

Rubriklistenbild: © Ursula Gnadl

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