Von Klassik bis Jazz

Weilheim – Ein „insgesamt großer künstlerischer Erfolg“ kann mit dem – noch nicht ganz abgeschlossenen – Kulturprogramm 2008 verbucht werden, wie Andreas Arneth unserer Zeitung erklärte. „Auswahl und Qualität der Stücke haben überzeugt“, resümiert Weilheims Kulturmanager, der kürzlich im Hauptausschuss eine Zwischenbilanz zog. Das vorgestellte Programm für 2009 wurde einstimmig befürwortet.

Mit 27 Einzelveranstaltungen hat(te) das Weilheimer Kulturprogramm heuer die größte Veranstaltungsdichte seit zehn Jahren aufzuweisen. Im August, erinnert Arneth, wurden auf der vom Publikum begeistert angenommenen Freilichtbühne am Reinhard-Schmid-Platz sechs zusätzliche Aufführungen von „Don Camillo und Peppone“ gezeigt. Für die „Urfaust“-Produktion im Stadttheater wurden noch drei Schülervorstellungen eingeschoben. Jeweils ausverkauft waren die Gastspiele des Theaters Regensburg und des Stadttheaters Fürth, etabliert hat sich die Jazzreihe „Ammertöne“. Wer „Don Camillo und Peppone“ an einem Regentag gebucht hatte, keine Karten mehr ergatterte oder während des Komödienspiels im Sommer verhindert war, kann das Stück noch am 12., 13., 14., 26., 27. und 31. Dezember (Silvester) im Stadttheater Weilheim erleben. Tickets gibt es noch beim KREISBOTEN am Kirchplatz 15 in Weilheim, Tel. 0881/9275869. Dass viele Auswärtige und vor allem auch Schulklassen das Weilheimer Kulturprogramm für sich entdeckt haben, freut die Organisatoren. Nicht zuletzt hat das kulturelle Leben in der Stadt auch von der weltweit beachteten Kandinksky-Aktion profitiert. Finanziell, berichtet Arneth, sei „das als Experiment gewagte Vorhaben Freilicht- bühne“ in der Innenstadt nur mit Zuschüssen und vielen freiwilligen Leistungen zu bewerkstelligen gewesen. Den Stamm der Abonnenten zu halten und auszubauen, ist für Arneth ein wichtiges Ziel. Auch im Hinblick auf die zu erwartende Konjunkturdelle im nächsten Jahr. Weltliteratur, Komödiantisches und Jazz Einiges zu schultern gibt es für Weilheims Kulturmacher 2009, „weil wir für das Jubiläumsjahr 2010 schon mitüberlegen müssen“, wie es Arneth formuliert. Im Mittelpunkt stehen besondere Werke der Weltliteratur: Das Theater Regensburg gastiert im März mit Henrik Ibsens „Nora – oder Ein Puppenheim“ in Weilheim. Für Juni ist eine Bühnenfassung von Stefan Zweigs „Schachnovelle“ geplant (Arneth: „Die Verhandlungen laufen noch“). Friedrich Schillers 250. Geburtstag werden die „Weilheimer Festspiele“ mit einer „Don Carlos“-Aufführung würdigen, bevor das Kulturjahr mit Carlo Goldonis „La Mirandolina“ heiter ausklingen wird. Diese Meisterkomödie kann auch als Silvestervorstellung gebucht werden. Österreichische Künstler will Johannes Enders für die Jazzreihe „Ammertöne“ ins Boot holen, die 2009 unter das Motto „Austria“ gestellt wird. Mit 99500 Euro etwas höher als für 2008 (voraussichtlich 82000 Euro) wird das Kultur-Defizit für 2009 veranschlagt. Zur Begründung führt Arneth geringere Zuschüsse, eine schwächere Konjunktur und höhere Werbeausgaben, unter anderem für das Einleiten des Jubiläumsjahres 2010, an. Arneth hat für das kommende Jahr Ausgaben von knapp 170000 Euro errechnet und die Einnahmen mit 70000 Euro kalkuliert. Die parallel zum Kulturprogramm 2009 laufenden Vorbereitungen für die 1000-Jahr-Feier in Weilheim stellen die Organisatoren und das Veranstaltungsbüro vor große Aufgaben. Für die „Weilheimer Passion“ von Johann Älbl in der Hochlandhalle gilt es an die 100 Laienspieler auszuwählen. „Anfang 2010“, verlautet Arneth, „beginnen wir mit den Proben.“ Chöre, Orchester und Musiker sollen aus den Festgemeinden Weilheim und Polling rekrutiert werden.

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