Schick und preisgünstig

BRK eröffnet Kleidermarkt in Peißenberg

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Der Kleidermarkt „Schick“ eröffnet erst Anfang Oktober, doch schon jetzt vermittelt er eine freundliche, boutiqueähnliche Atmosphäre. V.li.: BRK-Kreisgeschäftsführer Hans Eberl, Koordinatorin Michaela Hartl und Marina Popp, ehrenamtliche Helferin.

Peißenberg – „Gutes aus zweiter Hand.“ Unter diesem Motto betreibt das Rote Kreuz deutschlandweit schon seit rund 15 Jahren erfolgreich Second-Hand-Kleiderläden. Der BRK-Kreisverband Weilheim-Schongau schickt sich nun an, auch im Landkreis ein entsprechendes Angebot zu etablieren. Am Freitag, 2. Oktober, wird im Wörth-Zentrum, Marie-Juchacz-Weg 5, der Kleidermarkt „Schick“ eröffnen.

Ob Abendgarderobe, Wintermäntel, Hemden, Pullover oder Kinderkleidung. Schon jetzt sind die Regale und Kleiderstangen im „Schick“ mit einem breiten Sortiment gefüllt. „Wir sind innerhalb von acht Wochen von Null auf Hundert gestartet“, sagt Michaela Hartl, die als Teilzeitkraft den Ladenbetrieb mit ehrenamtlichen Helfern koordiniert. Die Waren werden allesamt aus privaten Spenden akquiriert, unter anderem über „ebay“-Kleinanzeigen oder Wohnungsauflösungen. Je nach Platzbedarf sollen neben Kleidungstücken in allen Variationen auch Randsortimente wie Haushaltswaren oder Kinderspielzeug angeboten werden.

Die Grundregel im „Schick“: In die Auslage kommt kein Ramsch, sondern nur geprüfte Qualitätsware – und das zu erschwinglichen Preisen. Der boutiqueähnlich gestaltete Laden soll sich ganz bewusst vom verstaubten Kleiderkammerimage abheben.

BRK-Kreisgeschäftsführer Hans Eberl, auf dessen Initiative das Laden-Projekt gestartet wurde, wünscht sich Kunden „quer durch alle Gesellschaftsschichten“, wobei das Rote Kreuz natürlich eine Zielgruppe ganz besonders im Fokus hat: „Das sind Leute, die es nicht so dicke im Geldbeutel haben“, betont Eberl. Bei entsprechend niedrigen Einkommensverhältnissen werden auf Antrag sogar Kundenkarten ausgegeben, mit denen es auf die ohnehin schon günstigen Grundpreise noch einmal 50 Prozent Ermäßigung gibt. Das Prozedere soll laut Eberl „diskret“ und ohne Stigmatisierung ablaufen: „Wir brauchen die Kundenkarte lediglich als steuerlichen Beleg.“ Eberl ist von dem Laden-Konzept „absolut überzeugt“, auch wenn er „keine riesigen Überschüsse“ erwartet. Aber das ist auch gar nicht die Intention des Projekts. Im Vordergrund steht der soziale Aspekt, mögliche Gewinne fließen direkt in die gemeinnützige Arbeit des BRK. Eberls „persönliche Zielvorstellung“ ist es, nach und nach weitere Kleidermarktstandorte im Landkreis zu schaffen: „Wir schauen jetzt zwar erst einmal, wie es in Peißenberg läuft. Aber es gibt schon Sondierungsgespräche.“

Eine wichtige Säule des Projekts ist die ehrenamtliche Unterstützung. Ein Team von rund 25 freiwilligen Helfern bräuchte es, um den Laden täglich zu öffnen. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Aufgaben reichen von der Logistik und Warenannahme bis hin zur Sortierung und zum Verkauf. Auch handwerkliche Tätigkeiten sind gefragt. Interessenten können sich direkt im Laden oder bei der BRK-Kreisgeschäftsstelle melden.

 Die Öffnungszeiten im „Schick“ ab Oktober: Montag und Dienstag von 9.30 bis 12.30 Uhr, Donnerstag von 15 bis 18 Uhr sowie Samstag von 9.30 bis 12.30 Uhr.

Nähere Infos zum Second-Hand-Laden gibt es unter www.kvweilheim-schongau.brk.de.

Bernhard Jepsen

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