Auf kleinstem Raum die Welt öffnen – Umgestaltung des Stadtmuseums Weilheim wird von neuem Förderverein tatkräftig unterstützt

Die Gründungsmitglieder des „Fördervereins Stadtmuseum“, der aus dem „Förderkreis“ hervorgegangen ist. Renate Dodell und Ludwig Reitzer fehlten beim Fototermin. Foto: Hofstetter

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MARIA HOFSTETTER; Weilheim – Drechslermeister Benedikt Höck und Stadtpfarrer Carl August Böhaimb haben wertvolle kunsthistorische Schätze gesammelt und damit eine „Wunderkammer“ eingerichtet, die den Weilheimern 1882 in einem Museumsraum erstmals gezeigt wurde. Jetzt hat sich ein Förderverein gegründet, der die zeitgemäße Umgestaltung des Stadtmuseums unterstützen wird. „Ideell und materiell“, so steht es in der Satzung, will der Verein um die Vorsitzende Ragnhild Thieler das in die Jahre gekommene Museum beim „Sammeln, Bewahren und Präsentieren der Ausstellungsobjekte“ fördern. „Wir haben Exponate von überregionaler Bedeutung, um die uns andere beneiden“, hob Thieler nach der Gründungsversammlung hervor. In Konkurrenz zum Heimat- und Museumsverein wolle man mit den Aktivitäten aber keinesfalls treten. 17 Gründungsmitglieder sind der Motor des neuen „Fördervereins Stadtmuseum“, der bei dessen Umgestaltung auf großzügige Sponsoren hofft. Dem Verein ist es laut Thieler ein besonderes Anliegen, das Museum für die Jugend spannend und attraktiv zu machen. Die Vernetzung durch die neuen Medien schaffe die Voraussetzungen, dass sich „die Welt auf kleinstem Raum öffnet“. Mit verschiedenen Aktionen hofft der Verein nun Geld für den Umbau des Museums einnehmen zu können. Im Herbst werden dort exklusiv für den Verein gefertigte Tonschüsseln als Repliken verkauft. Im November sollen Adventskalender, deren Fenster Museumsobjekte zeigen, Geld in die Kasse bringen. Für das Frühjahr 2012, zum 130. Geburtstag des Museums, wird der Förderverein einen „Stadtschirm“ zum Kauf anbieten. Die Neugestaltung des Museums, betont Kulturreferentin Thieler, können nicht nur eine Aufgabe der Stadtverwaltung sein: „Die Bürger Weilheims sollten dabei mitwirken“, appelliert die Stadträtin, schließlich handelt es sich um ihr Museum.

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