200 knallende Peitschen bei den Bayerischen Meisterschaften im Goaßlschnalzen

18 Mannschaften aus ganz Bayern traten am vergangenen Sonntag zur 20. Meisterschaft im Gruppenschnalzen an, doch die Favoriten blieben unter sich. So schaffte der Titelverteidiger aus Au erneut den Sprung ganz nach oben auf Platz eins. Der mehrfache Vierte Peiting und diesjährige Ausrichter holte sich in der vollbesetzten Hochlandhalle mit starker Leistung Platz drei.

Das Oberland zeigte sich zur Meisterschaft der Goaßlschnalzler einmal mehr von seiner schönsten Seite. Vor der Kulisse eines strahlend weiß-blauen Himmels, kamen die schönen Trachten der angereisten Gäste erst richtig zur Geltung. Viele Mannschaften hatten zur moralischen Verstärkung ihre eigenen Fanmannschaften mitgebracht. Zwei Ortschaften – Peiting und Fischbachau – waren sogar mit Stamm- und Nachwuchsgruppen angereist. „Es ist nicht irgendein Highlight, sondern ein urbayerisches Freudenfest, kein europäisches Einerlei, sondern bayerische Tradition pur“, stellte CSU-Generalsekretär und Schirmherr Alexander Dobrindt bei seiner Begrüßung fest. Auch Moderator Michael Tradt schlug in die gleiche Kerbe. „Freistaat heißt, jeder kann ausreisen, dem es bei uns nicht passt“, sagte er mit Anspielung auf prozessierende Zugereiste. Danach ging es zur Sache. Ein kurzes Probeschnalzen als Einstimmung für die Schiedsrichter, dann das Kommando „Auf geht’s – pack mers“. Wie sich gleich am Beispiel der an zweiter Stelle startenden Mannschaft aus Au zeigte, konnten die Favoriten ihrer Rolle gerecht werden und bei ihrer Vorstellung erneut enorm punkten. Es gab aber auch Überraschungen, vor allem bei der Leistung des Nachwuchses. Zwar unterlagen „Die jungen Fischbachauer“ gegen die gestandenen Truchtlachinger im Stechen, erkämpften sich aber einen ausgezeichneten siebten Platz. Die mehrfachen Vierten aus Peiting, die im Vorfeld tief stapelten und sich wegen der zusätzlichen Belastung als Ausrichter verunsichert fühlten, schafften endlich den erlösenden Sprung auf Treppchen und waren darüber ganz aus dem Häuschen. Die Freude über den dritten Platz durchzog die gesamte Gruppe. „Das ist ein saugutes Gefühl“, hieß es. Etwas enttäuscht über ihr Abschneiden, zeigten sich die Weilheimer. Sie hatten sich wegen vieler zusätzlicher Trainingseinheiten in den Wochen vor der Meisterschaft ein wenig mehr erwartet. „Wenn man das ganze Jahr trainiert, ist das schon bitter“, klagte ein Mannschaftsmitglied über den letzten Platz. Wie die Ausrichter mitteilten, werden die 21. Bayerischen Meisterschaften im Gruppenschnalzen am 20. Juni 2010 in Miesbach ausgetragen.

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