"Rigi-Rutsch´n" soll auf wirtschaftlich solide Basis gestellt werden

Flexibler und etwas teurer

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Bis Mitte August soll der neue Entwurf für die "Rigi-Rutsch´n" stehen.

Peißenberg – Eigentlich wollten die ehrenamtlichen Projektgruppen bereits Ende Juli ein fertiges Konzept für die „Rigi-Rutsch´n“ vorlegen. Der Termin wurde nun etwas nach hinten geschoben. Bis Mitte August soll der Gesamtentwurf den letzten Schliff bekommen.

In der jüngsten Marktratssitzung und zuvor bei einem Pressegespräch stellten Gemeindewerksleiter Günther Forster und Harald Haug aber bereits die „groben Umrisse“ der Planung vor. Haug ist Sprecher der Projektgruppe, die sich mit den betriebswirtschaftlichen Belangen des Bäderparks beschäftigt – und damit ist man bereits beim zentralen Thema.

Die „Rigi-Rutsch´n“ soll künftig finanziell auf eine solide und für die Gemeindewerke verträgliche Basis gestellt werden. Dass das Freibad kein Defizit mehr erzeugt, das betonte Haug, ist zwar ein „reiner Wunschtraum“. Aber einen Kosten-Deckungsgrad von etwa 50 Prozent hält er ohne Berücksichtigung der Abschreibungen für möglich.

Zuletzt erreichte der Bäderpark gerade einmal rund 30 Prozent. Aber an welchen Rädchen soll nach Ansicht der Projektplaner gedreht werden? Haug, der bis zu seiner Rente Manager bei „Roche“ war, nannte zuallererst energetische Maßnahmen, wie die Automatisierung von Spülvorgängen. Auch der vor Jahren schon einmal diskutierte, aber nie umgesetzte Wärmeverbund mit dem Eisstadion soll wieder auf die Agenda gesetzt werden. Haug verwies zudem auf eine Flexibilisierung des Gesamtbetriebs – im Klartext: Bei schlechtem Wetter bleibt die „Rigi-Rutsch´n“ zu oder es wird je nach Besucherandrang nicht mehr jedes Außenbecken freigegeben.

Auch der Saisonstart im Freibad, der bislang immer fest auf Anfang Mai terminiert war, soll sich künftig nach der Wetterlage richten. Und auch die Wassertemperatur könnte generell nach unten gedrosselt werden: „Nicht so, dass es unangenehm wird“, stellte Haug klar, „aber es muss nicht jedes Becken auf 25 Grad geheizt haben.“

Nach den Vorstellungen der Projektplaner soll aber auch die Einnahmenseite aktiviert werden – soll heißen: Baden in der „Rigi-Rutsch´n“ wird künftig vermutlich etwas teurer. „Höhere Eintrittspreise, das freut nicht jeden“, räumte Haug ein, „aber wer das Freibad besuchen will, der muss auch bereit sein, mehr zu geben.“ Die Tarife, so Haug, sollen jedoch im „sozial verträglichen Rahmen“ bleiben: „Die ‚Rigi-Rutsch´n‘ wird weiter ein Familienbad sein.“

Auch Sponsoring und Werbung rund um den Bäderpark sollen in die Gänge gebracht werden. Und wie sieht es mit der Bewirtung aus? Statt Dauergastronomie soll es im jetzigen Kassenbereich einen ganzjährig geöffneten Kioskbetrieb geben. „Alles im Schmalspurbetrieb – wobei wir auch auf Laufkundschaft durch das Eisstadion hoffen“, so Haug.

Baulich wird sich bis auf das geplante Pultdach an der „Rigi-Rutsch´n“ nicht viel ändern. Die Idee von einer Einhausung des Nichtschwimmerbeckens hat man in der Projektarbeit nicht weiterverfolgt. Die Fundamentierung, so heißt es, sei aufgrund der vielen Leitungsrohre auf dem Bäderparkgelände äußerst komplex und würde bis zu zwei Millionen Euro verschlingen.

„Wir können nur dasjenige Freibad haben“, so Haug, „das wir uns leisten können.“ Die Vorschläge der Projektgruppen sollen nach Vorlage des Gesamtpakets mit konkreten Zahlen untermauert und mit einem externen Berater besprochen werden. Ganz konkret sind die Planungen aber bereits für das Pultdach. Der nach ersten Schätzungen rund 750 000 Euro teure Bau soll noch heuer über die Bühne gehen.

Und wie sieht der generelle Zeitplan aus? „Wir werden die ‚Rigi-Rutsch´n‘ 2017 eröffnen und dann werden alle wieder in unser Freibad gehen können“, versprach Forster.

Von Bernhard Jepsen

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