Krankenhaus auch bei Realschulfeier präsent

Penzberg

– Dass der Lehrerchor den Choral „Good News“ gewählt hatte, um die Landkreisprominenz auf die Einweihungsfeier der neuen Realschul-Aula und der übrigen Erweiterungen einzustimmen, hätte man in normalen Zeiten nur auf den Anlass selbst bezogen. Die Zeiten in Penzberg sind aber nicht normal, seit der Verkauf des Krankenhauses durch den Landkreis droht, weshalb Landrat Friedrich Zeller bei der Feier in der Realschule die Botschaft dergestalt deutete, „dass wir in Penzberg auch in aktuellen Fragen wohl ein gutes Ende finden werden“. Das Krankenhaus nannte er in diesem Zusammenhang zwar nicht, aber gemeint hat er es sehr wohl, wenn man den Blick in Richtung von Bürgermeister Hans Mummert richtig deutete, der - ganz ungewohnt - viele Meter vom Landrat entfernt Platz genommen und diesen beim Abschied auch keines Blickes gewürdigt hat. Der guten Laune in der Realschule tat dies aber keinen Abbruch, weil dort Lehrer und Schüler nach dem Abschluss der insgesamt 3,1 Millionen Euro teuren Maßnahme endlich den Platz haben, von dem Rektor Johann-Georg Schedler immer geträumt hat, seit die R 6 eingeführt wurde. Die Schule verfügt nun über 25 Klassenzimmer, ab September müssen 620 Schüler verteilt werden. Dementsprechend fielen die Erweiterungen der Schule mit Zwei Millionen Euro am meisten ins Gewicht. Ferner wurde für 400000 Euro der Brandschutz verbessert. Weitere 545000 Euro wurden in die Vergrößerung des Lehrerzimmers, die Verlagerung der EDV-Räume, die Modernisierung des Physiksaales und den Einbau eines Liftes zur Schaffung der Barrierefreiheit investiert. Die restlichen 153000 Euro gingen in den Einbau von Akustikdecken und die Sanierung der Abflussleitungen. „Bei diesen Maßnahmen hat man sich viele Gedanken gemacht“, so Schedler. Prunkstück ist die Aula: Der in Penzberg aufgewachsene Künstler Clemens Büntig gestaltete sie mit farbintensiven Arbeiten. Schluss mit den Bauarbeiten ist nicht: Derzeit wird der Pausenhof umgestaltet. „Und dann wird uns noch die Problematik mit der Turnhalle beschäftigen“, meinte Schedler.

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