Container im Klinikhof aufgestockt – Umbau soll schon 2019 abgeschlossen werden

34 weitere Betten fürs Krankenhaus

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Die Aufstockung mit den neuen Modulen (mi.) kommt voran. GmbH-Geschäftsführer Thomas Lippmann erklärte: „Wir bauen im Grunde ein völlig neues Krankenhaus.“

Weilheim – Das Ziel ist sportlich: Auf der Großbaustelle des Krankenhauses wurden die Container mit neun weiteren Modulen aufgestockt. „Die Belegung ist deutlich besser als geplant. Wir müssen weitere Bettenkapazitäten schaffen“, steht für Thomas Lippmann außer Frage. Bei einem Fototermin auf der Baustelle stellte der Geschäftsführer der Krankenhaus GmbH in Aussicht, dass die Generalsanierung bereits ein Jahr früher, 2019, zu Ende gebracht werden könnte.

Der Kreistag hat, wie berichtet, für die neuen Ausweichquartiere 2,5 Mio. Euro bewilligt. 500 Tonnen Traglast hat der Kran, der die neuen Module – eines wiegt 20 Tonnen – in der vergangenen Woche auf die bestehenden hievte. Die Patienten im unteren Bereich, erklärte Lippmann, wurden vorübergehend verlegt und zogen Anfang dieser Woche wieder in ihre Zimmer zurück. Die neu aufgebrachten Bauteile werden nun zusammengeschlossen. Voraussichtlich vier Wochen wird es nach Aussage des Bauleiters Lothar Ragaller dauern, bis die obere Etage mit ebenfalls 34 Betten bezugsfertig ist.

Vor allem die große Nachfrage in der Inneren Medizin, Allgemeinchirurgie und Orthopädie macht nach Lipp- manns Worten ein weiteres Wachstum der auf 160 Betten ausgelegten und aktuell mit 180 Patienten belegten Klinik erforderlich. Er geht davon aus, dass „nach der Umbauphase auf über 200 Betten erhöht wird“. Um die Umbauzeit und damit auch die Belastungen für die Patienten zu verkürzen, müssten weitere Ausweichquartiere geschaffen werden. „Im Wirtschaftshof wäre noch Platz dafür“, so Lippmann, Gespräche mit den Entscheidungsträgern müssen noch geführt werden.

In der Praxis, bestätigte der Ärztliche Direktor und Chef- arzt der Klinik für Innere Medizin, Professor Dr. Andreas Knez, werde täglich „mit den Betten jongliert“, um die Engpässe zu meistern. Dr. Knez hält eine Bauzeitverkürzung für wichtig, da „das Arbeiten während der Bauphase für alle Mitarbeiter sehr anstrengend“ ist. Die Patienten seien in den gut ausgestatteten Modulen von dem Baulärm relativ gut abgeschirmt.

Die vergangene Woche wegen der Aufstockung des Interimsgebäudes gesperrten Parkflächen am Ärztehaus sind wieder kurzzeitig verfügbar. Die angespannte Parkplatzsituation wird sich in der Bauzeit aber weiter verschärfen. „Wir sind ständig auf der Suche nach Ausweichparkplätzen“, so Lippmann.

Wie geht es mit dem Umbau weiter? Nach dem Bezug der 34 Zimmer werden Operationssäle und Notaufnahme in Angriff genommen. Von Januar bis April 2017 wird zwischen Modulbau und Hauptgebäude ein Sterilflur für die neuen OPs gebaut und im Mai/Juni 2017 der Haupt- eingang zeitweise von der Johann-Baur-Straße in den Innenhof verlegt. Ab April 2017, geht aus der Bauinformation der Klinik hervor, steht die Sanierung des Bettenhauses im ersten und zweiten Obergeschoss an.

Infoabend im Oktober

Um die Bürger über die umfangreichen Baumaßnahmen auf dem Laufenden zu halten, veranstaltet die Krankenhaus GmbH einen Informationsabend. Dieser findet am Dienstag, 18. Oktober, um 19 Uhr in einem Zelt auf dem Klinikgelände statt. „Wir werden detailliert berichten, was hier in den nächsten drei bis vier Jahren passiert“, kündigte Lippmann an.

von Maria Hofstetter

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