Ein KREISBOTEN-Urgestein – Technischer Betriebsleiter Lampl in den Ruhestand verabschiedet

Mit Severin Lampl, unserem langjährigen technischen Betriebsleiter, geht ein Urgestein des KREISBOTEN von Bord. Seinen letzten Arbeitstag ließ der 63-jährige Dießener am vergangenen Freitag mit einem zünftigen Fest im Paterzeller Gasthaus „Zum Eibenwald“ ausklingen, zu dem er die gesamte KREISBOTEN-Belegschaft eingeladen hatte

. Bei einem herzhaften Abendessen und flotter Unterhaltungsmusik hielt KREISBOTEN-Geschäftsführer Andreas Sim- met Rückblick auf das berufliche Wirken des gelernten Rotationsdruckers. Lampls Arbeitsantritt am 1. Januar 1980 in Weilheim sollten 31 weitere Jahre folgen, in denen der Dießener 1983 zum Druckereileiter aufstieg, 1986 die technische Betriebsleitung des KREISBOTEN übernahm und nach einem siebenjährigen Intermezzo bei der Tageszeitung „Münchner Merkur“ in Wolfratshausen wieder in das Weilheimer Stammhaus zurückkehrte. Unter Lampls Federführung wurden eine neue Druckmaschine aufgebaut (Simmet: „Sie funktioniert immer noch“), die Druckvorstufen flexibilisiert und weitere technische Innovationen vollzogen. Lampl oblagen die Gebäudetechnik und Büroausstattungen, er überwachte Wartungsverträge, sorgte für die Weiter- qualifizierung der Mitarbeiter. „Er kümmerte sich um alles und mischte sich auch überall ein“, dankte Simmet dem ob seiner kernig-knappen Sprüche bekannten angehenden Ruheständler. Ein Mann mit Ecken und Kanten und einem großen Herz für die Natur, einer, der stets das Wohl des Verlages und „seines KREISBOTEN“ im Blick hatte. Als ihn eine schwere Krankheit in den Rollstuhl zwang, hatte er seine Abteilung dank moderner Kommunikationsmittel vom Krankenbett aus im Griff. Lampls zäher Kampfgeist und großer Lebensmut beeindruckten Mitarbeiter und Chefs. „Mächtig Eindruck gemacht“ hat Lampl auch auf Alfred Backs, Hauptgeschäftsführer der Mediengruppe Münchner Merkur/tz, der die Glückwünsche von Verleger Dirk Ippen überbrachte. Immer wieder habe Lampl im Berufsalltag unter Beweis gestellt, dass jede noch so schwierige Situation zu meistern ist. Seinem Nachfolger Oliver Geisen überließ Lampl nach einer harmonischen Übergabe eine „funktionierende, hochmotivierte Abteilung“, wie Simmet hervorhob. Um langweiligen Momenten im Ruhestand vorzubeugen, überraschten Mitarbeiter und Geschäftsleitung den großzügigen Gastgeber mit einer mobilen Computerausrüstung inklusive Zubehör. Eine Fortsetzung von Lampls legendären Excel-Auswertungen ist damit garantiert.

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