Kreissparkasse Schongau feiert

30 Jahre Kulturstiftung

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Das tonkräftige „Pfaffenwinkel Hornensemble“ mit Max Helbig, Klemens Schedel, Christopher Huber, Uli Notz, Peter Matzneller und Andreas Fuchs.

Schongau – Im kulturellen Sinne stiften gehen: Das ist bei der Kreissparkasse Schongau schon seit drei Jahrzehnten der Fall. Passend dazu gab es für die Gäste der Jubiläumsfeier musikalische und literarische Kost aus der Region, ehe zum Abschluss des Abends beim geselligen Ausklang Kulinarisches kredenzt wurde. Das Jubiläum 30 Jahre Kulturstiftung wurde zusammen mit dem fünfjährigen Bestehen der Stiftergemeinschaft begangen.

Der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Schongau, Alexander Schmitz, erinnerte daran, dass innerhalb von zwölf Monaten in Gemeinden im Schongauer Land 16 Bürgerstiftungen gegründet wurden, nachdem 2011 die Errichtungsurkunde unterzeichnet worden war. Über Bürgerstiftungen, aber auch über Namensstiftungen (Privatpersonen) sind in den letzten fünf Jahren 190 000 Euro ausgeschüttet worden, erwähnte Schmitz beim Festakt vor 70 geladenen Gästen. Im gleichen Zeitraum sind aus dem Topf der Kulturstiftung 60 000 Euro ausgegeben worden.

Als ein Beispiel für viele steht die Bürgerstiftung in Böbing. Bürgermeister Peter Erhard blickte bei der Feier darauf zurück, dass zunächst die Kreissparkasse Schongau ebenso wie die Gemeinde jeweils 5000 Euro beigesteuert hat. Inzwischen seien es 14 500 Euro in der Bürgerstiftung, weniger durch Zinsmehrung als vielmehr durch Zustiftungen und Spenden. „Vielleicht ergibt sich mal eine große Erbschaft“, meinte Erhard schmunzelnd. „Oder es muss jemand sein Geld vor der Verwandtschaft in Sicherheit bringen“, blickte der Bürgermeister schelmisch in die Besucherreihen.

Wichtig ist nach Erhards Worten die „Wertschätzung“ gegenüber ehrenamtlich Tätigen. Dies sei mindestens genauso hoch zu bewerten wie der Betrag selber, der übergeben werde. Nutznießer seien in Böbing z.B. kulturelle Veranstalter (z.B. für Lesungen) ebenso gewesen wie die Feuerwehr oder der MSC.

Was Erhard besonders hervorhob: die Verbundenheit von Banken wie der Kreissparkasse Schongau oder der Raiffeisenbank Steingaden mit der Region. Er habe bislang noch keinen Pressebericht darüber gelesen, dass eine Internet-Bank einen Verein oder eine Bürgerstiftung unterstützt.

Förderung breit angelegt

Schongaus Sparkassendirektor Alexander Schmitz.

Direktor Schmitz antwortete, dass es einem „gut tut“, auch solche Worte zu hören – in Zeiten, zu denen Niedrigzinsen und organisatorische Hürden ein schwieriges Umfeld bedeuten. Der Chef der Kreissparkasse ergänzte, man werde das Prinzip der breit angelegten Förderung beibehalten und nicht als Hauptsponsor zu Events auftreten.

Landrätin Andrea Jochner-Weiß betonte als Vorsitzende des Verwaltungsrates, dass es der Kreissparkasse Schongau „über bankspezifische Aufgaben hinaus“ immer ein Anliegen war und ist, „Kunst- und Kultur zu fördern“. Dieser Anspruch habe seit 30 Jahren Bestand und finde in der Kulturstiftung ihren Ausdruck.

Unter dem Motto „Bläserklang und Wortgesang“ gestalteten das sechsköpfige Hornensemble Pfaffenwinkel mit Andreas Fuchs vom Verein „Musik in Peiting“ und das Holzbläserensemble um Dr. Hans Piehler (ebenfalls Peiting) den Festakt musikalisch, während Hans Schütz Gedichte und Geschichten rund um den Lech vortrug. Im Gedicht „Oh Lech, welch Pech!“ deklarierte Hans Schütz, der in Lechbruck aufgewachsen ist und seit vielen Jahren in Peiting lebt, den Fluss gar als Wirtschaftswasser“.

Das Hornensemble spielte das Volkslied „Ännchen von Tharau“ ebenso wie den „Jägerchor“ aus Carl Maria von Webers Operette Freischütz. Mit kräftigem Ton wurde das „Locus iste“ von Anton Bruckner in einer Instrumentalfassung für Hörner vorgetragen.

Das Holzbläserensemble mit Daniela Schnackenberg (Flöte), Reinhard Knopp (Klarinette) sowie Dr. Hans Piehler und Alexander Schnackenberg eröffnete passend zum lyrischen Thema mit dem Stück „Alla Hornpipe“ aus der Wassermusik. Ein lustiges, marschähnliches Stück ohne Namen hatte Reinhard Knopp geschrieben; das Holzbläserquartett widmete es Astrid Horbach vom Marketing der Kreissparkasse, die hinten im Saal interessiert den Klängen lauschte.

Johannes Jais

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