Mut zu kritischen WOrten – Weilheimer Abiturienten weisen bei Abschlussfeier auf Missstände hin

Zum Bersten voll war die Stadthalle vergangenen Freitag Nachmittag, denn stolze Mütter und Väter fanden sich dort mit Freunden und Verwandten ein, um dabei zu sein, wenn die 160 Abiturienten des Weilheimer Gymnasiums ihre Zeugnisse überreicht bekamen.

36 Mal die 1 vor dem Komma, davon 14 Mal mit der Note „Sehr gut“ und 24 verliehene Preise für überragende Leistungen. Das ist die erfreuliche Bilanz der verabschiedeten Kollgestufe. Ein Blick auf die Abituraufgaben verrät aber, dass den Absolventen der Weg dort hin nicht leicht gemacht wurde. „Wie sind wir so geworden, wie wir heute sind?“ war eine der anspruchsvollen Fragen des Deutsch-Leistungskurses in Anlehnung an einen Vergleich literarischer Strömungen unterschiedlicher Epochen, die auch die wichtige Rolle der Jugend beleuchten. Angesichts dieses hohen Niveaus zollten Schulleiter Hermann Summer und Tillmann Wahlefeld den frisch gebackenen Abiturienten höchste Achtung vor ihrer Leistung. Nicht ganz so zufrieden zeigten sich die Abiturienten. Kathrin Ludwig und Vinzenz Müller bewiesen Mut und zeigten in ihrer Rede auf, wo es hapert. Von „Versuchskaninchenjahrgängen“ sprachen sie mit Blick auf das G8, bei dem die Schüler immer mehr Abstriche bei außerschulischen Aktivitäten hinnehmen müssen bei gleichzeitiger Verschlechterung des Lehrplans, vor allem aber der Lehrkräfte. Doch betonten sie auch, dass sie die Zeit an der Schule genossen.

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