Künstlerisches Oberhausen – Kunsttag überrascht Aussteller und Besucher

Vor dem großen Ansturm drehten sie ein Runde. Unser Foto zeigt v.l.n.r. Bürgermeister Georg Sterzer, Organisator Jürgen Marx mit Tochter Verena, Künstler und Illustrator Martin Ring mit dem zweiten Bürgermeister Franz Feistl. Fotos: Reichert-Schwaiger

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ANNELIESE REICHERT-SCHWAIGER Oberhausen – „Kunst, Kultur und Kulinarisches“ - Diesen Erfolg hatte Organisator Jürgen Marx in seinen kühnsten Träumen nicht erwartet. Bereits zu Beginn um 10 Uhr bummelten die Besucher über das Gelände, schauten den Künstlern über die Schulter, ließen es sich bei einer Brotzeit gutgehn und genossen das Programm auf der Bühne. „Ich freue mich für Oberhausen und für die Künstler, dass dieser Tag ein so großer Erfolg wurde“, so Jürgen Marx am Ende der Veranstaltung „Kunst, Kultur und Kulinarisches“, die am vergangenen Sonntag auch nach einem heftigem Gewitter erfolgreich weiterging. Über 100 Künstler und Handwerker zeigten an diesem Tag ihre Fertigkeiten und so mancher Besucher kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. „Wir kommen aus Raisting und sind total überrascht, wie viel Künstler es hier in Oberhausen gibt“, so eine vierköpfige Familie. Mit zahlreichen Aktionen zum Mitmachen und Staunen luden die Oberhausener Künstler ein und zeigten an diesem Tag, dass Kunst auch Spaß macht. So gab es einen Stand an dem die Besucher einen Stein bearbeiten konnten, Glasperlen wurden gefertigt, es wurde gezeichnet, gemalt, fotografiert und bebastelt. Mittendrin Monika Lieb in historischer Tracht, die sich im Vorfeld mit Frau Bietsch um die Dekoration für die Tische kümmerte. Das Großprojekt mit der Aktion „Malen für Oberhausen“ erfüllte seine Erwartungen. Auf einer 2x3 Meter großen Leinwand bemalten die Besucher eine Parzelle von 15x15 cm, auch Bürgermeister Georg Sterzer sicherte sich die Farben, so dass am Ende des Tages sich das Dorf Oberhausen präsentierte. Auch das Kulinarische kam an diesem Tag nicht zu kurz. Angefangen von Paella, Weißwurstfrühstück bis hin zu Pizza und Gegrilltem. Die Handballerinnen des BSC Oberhausen zeichneten sich für die Versorgung verantwortlich und alle waren ehrenamtlich dabei. Voran Gini Heringer, die Wochen vorher Einsatzpläne, Bestellungen und Stände organisierte. „Ohne die Hilfe von Getränke Krötz und Metzgerei Schneider wäre dies nicht möglich gewesen“ so Egon Heringer, Abteilungsleiter Handball, „auch die Mädels, Väter und Freunde haben den ganzen Tag mitgeholfen um den Ansturm zu bewältigen. Ein Kompliment auch an Jürgen Marx, eine solche Großveranstaltung zu organisieren, wo man ja nicht weiß wie viele Besucher kommen werden und dann klappt alles wie am Schnürchen, das ist schon bemerkenswert.“ Viel Zuspruch fand auch das Programm auf der Bühne. Durch das Programm führte unterhaltsam und informativ Peter Meisenbacher. Richtig eng wurde es für die Zuschauer beim Auftritt der Kindergartengruppe und bei der Vorführung eines indischen Tempeltanzes. Für gute Stimmung sorgte wieder einmal Max Bierling mit seinen hintergründigen Texten. Wie viel Miteinander im Dorf gelebt wird, zeigte sich auch gegen 18 Uhr, als ein Unwetter mit Sturmböen nahte. Künstler wie Besucher halfen mit um die Pavillons und Zelte abzubauen, Kunstwerke wurde unter Planen in Sicherheit gebracht, in zehn Minuten waren die Stände abgebaut und alle trafen sich am Kulturstadl und im Zelt um weiterzufeiern. Gegen Abend trug unter anderem die Sängerin Irene Stellwag mit ihrer Band zur Superstimmung bei Zu späterer Stunde sang Maresa Meisenbacher für die Gäste und das Fest fand seinen verdienten Ausklang. Auf die Frage, wann denn „Kunst, Kultur und Kulinarisches“ wiederholt wird, meinte Jürgen Marx: „Nachdem mich so viele danach gefragt und gebeten haben diesen Tag zu wiederholen, denke ich, werden wir dieses mit Sicherheit wiederholen, vielleicht in drei Jahren. Jetzt sind wir einfach alle froh, dass dieser Tag so ein Erfolg war“. Nun ist wieder Ruhe eingekehrt in Oberhausen – doch von diesem Tag wird man lange reden.

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