Landrätin übergibt Kulturpreis 2014 an Wessobrunner Verein "Wessofontanum"

Kulturschätze erhalten

Haunshofen/Wessobrunn – Die Kulturlandschaft in ihrer Einzigartigkeit und Schönheit wahren, die Kulturschätze des Klosters Wessobrunn fördern, die Schätze der Kunst erhalten, ihre Werte vermitteln und die Geheimnisse der Geschichte überliefern: Was sich der Verein „Wessofontanum“ vorgenommen hat, ist viel Arbeit. Anerkennung gab es dafür nun in der Kreistagssitzung am Freitag.

runner Verein für den diesjährigen Kulturpreis des Landkreises vorzuschlagen, hatte Kreisheimatpfleger Klaus Gast eingereicht, und er wurde mit Begeisterung angenommen. Über 200 Mitglieder hat der Verein, der vor 34 Jahren gegründet wurde, inzwischen. Vor allem das Kloster stand häufig im Mittelpunkt des Engagements. Nicht nur Führungen durch die alten Gemäuer werden seither angeboten, auch Vorträge, Ausflüge und sogar mehrtägige Studienfahrten mit thematischem Bezug zu Wessobrunn und seinen Kunst- und Kulturgütern veranstaltet „Wessofontanum“. In diesem Jahr zog vor allem die Ausstellung „1 200 Jahre Wessobrunner Gebet“, die mit dem letztjährigen Kulturpreisträger, dem Kunstforum Weilheim, realisiert wurde, viele Besucher an. Aber auch das eigene Archiv mit Bibliothek, Bildarchiv und einer Sammlung historischer Gegenstände wird mit viel Hingabe gepflegt und immer wieder erweitert.

Im Namen des Vereins dankte der Vorsitzende Konrad Hölzl dem Kreistag. Der ehemalige Wessobrunner Bürgermeister freute sich, dass die Kulturarbeit so gewürdigt wird. Doch blickte er auch auf schwierige Jahre zurück. „Damals haben wir noch nicht gewusst, dass wir später so eine wichtige Aufgabe erfüllen werden“, dachte er an die Zeiten der Vereinsgründung. „Wir konnten nicht ahnen, dass die Schwestern das Kloster verkaufen werden“, befürchtete der Verein seit dem Anfang der Verkaufsgespräche einen massiven Einschnitt in sein Wirken. „Wir mussten uns einfach wehren“, gab er zu, dass er und seine Mitstreiter auch viele Schläge für ihren Einsatz einstecken mussten. Umso größer war die Freude bei der Überreichung des Preises.

Von Ursula Gnadl

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