Erste Kunstmesse in Weilheim findet großen Anklang

Werkschau zeitgenössischer Kunst

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Manfred Hinkel mit einer Auswahl seiner Werke bei der ersten Kunstmesse in Weilheim.

Weilheim – Als eine „rund um gelungene Veranstaltung“ bezeichnete Wolf Schindler vom Organisationsteam die erste Weilheimer Kunstmesse.

Am vergangenen Wochenende kamen 1 756 Besucher in die Stadthalle, um sich über die aktuelle Kunst zu informieren, und von ihr inspirieren zu lassen, Gespräche mit den Künstlern zu führen und das ein oder andere Stück zu erwerben – insgesamt für 35 000 Euro.

Die Idee für eine Kunstmesse entstand bei den Mitgliedern des Kunstforums vor circa zwei Jahren, aber „es war ein langer Prozess so weit zu sein, dieses große Unternehmen wirklich umzusetzen“, sagte Schindler. Zu den Organisatoren gehörten außerdem Marinus Wirtl, Reinhard Giebelhausen, Andrea Kreipe und Ilse Bill. „Wir sind alle die ganze Zeit über da, genau wie die Künstler. Für alle Beteiligten ist es viel Arbeit und die Messe wurde auch nur durch die Förderung des Kulturfonds finanziell tragbar“, so Bill. Dazu kommen noch „der hohe persönliche Einsatz der Helfer sowie die tolle Unterstützung durch den Landkreis, die Stadt und private Unternehmen“, erklärte Kreipe.

Schon im Vorfeld wurde die Messe überregional und über die sozialen Medien beworben. Auch seitens der Künstler war die Nachfrage nach eigenen Plätzen groß, sodass gar nicht alle teilnehmen konnten. „Wir freuen uns, viele Sparten der Kunst abzudecken“, sagte Bill. Ein Gang durch die Stadthalle führte das auch jedem Besucher vor Augen. Ob Bilder, Fotografien, Drucke, Schmuck oder Skulpturen in unterschiedlichen Stilrichtungen, die Bandbreite war groß und so dürfte für jeden Kunstgeschmack etwas dabei gewesen sein.

Einer der vertretenen Maler war Manfred Hinkel (Foto) aus Bernried, der sich über die Möglichkeit zur Ausstellung auf der Messe freute. Seine Bilder zeigen bekannte Motive in Öl, wie zum Beispiel das Minenboot Weilheim, den Weilheimer Bahnhof in den 1970er Jahren oder auch die Landschaften um den Staffel- und den Starnbergersee. Darüber hinaus malt Hinkel in Aquarell auch Segelschiffe, zum Beispiel bei St. Malo oder Kiel. In seinen Bildern kombiniert er unterschiedliches Quellenmaterial – wie ein Foto des Minensuchbootes mit einem weiteren See- motiv – zu realistischen Bildern um eine Stimmung zu kreieren. „Ich will nicht unbedingt eine psychologisch tiefe Botschaft vermitteln. Ich male, was mir gefällt und ich möchte damit den Menschen die Schönheit der Welt zeigen“, erklärte Hinkel.

Joe Holzner vom Verlag Planparallel, der insgesamt neun Künstler mit Lithografien und Holzschnitten vertritt, freute sich über den Zuspruch: „Ich bin super überrascht, wie viele Leute kommen und wie gut es angenommen wird“.

Insgesamt war die Resonanz positiv. „Wir wurden fast stündlich angesprochen, wann die nächste Messe stattfindet“, so Kreipe, „vielleicht wiederholen wir sie in drei Jahren wieder.“

Das „Projekt 20“ zugunsten der Weilheimer Tafel, bei dem original Bilder in der Größe 20 mal 20 cm für 20 Euro verkauft wurden, brachte es auf 854,72 Euro.

von Melanie Wießmeyer

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