Zehn neue "StandortProfis" nehmen in Weilheim Wirtschaftspreis in Empfang

Unternehmer zeigen Flagge

Weilheim – Es ist ein Wirtschaftspreis der besonderen Art, den der Landkreis in der Weilheimer Stadthalle zum dritten Mal verliehen hat. Der „StandortProfi“ zeichnet die Betriebe nicht für ihr gewinnorientiertes Handeln aus, er rückt vielmehr ihre Verbundenheit zum Standort und ihr Engagement für die Gesellschaft in den Fokus.

Beim Festakt am vergangenen Donnerstag wurde deutlich, was die Unternehmer ne- ben ihrer Tätigkeit im Betrieb für ihre Mitarbeiter, die Gemeinde, Region und Umwelt leisten. Wirtschaftsförderin Justin Eibl und Lisa Staltmeier vom Regionalmanagement-Büro stellten die erfolgreichen Teilnehmer mit ihren flexiblen Arbeitszeitmodellen, ganzheitlichen Energiekonzepten und unzähligen Ehrenämtern vor. 

 15 Unternehmen haben sich heuer beworben, zehn wurden ausgezeichnet, so dass sich drei Jahre nach seiner Einführung 28 Betriebe im Landkreis mit dem „StandortProfi“ schmücken können. „Wir wollen signalisieren, wie wichtig diese Unternehmen für unseren Lebens- und Wirtschaftsraum sind“, wandte sich Landrat Dr. Friedrich Zeller an die Gäste, unter denen der Oberammergauer Landtagsabgeordnete Florian Streibl, viele Bürgermeister und frühere Preisträger waren. 

 Für Betriebe, die in Bereichen wie Bauen, Umweltschutz und Grünordnung mehr leisten als der Durchschnitt, sei es „wert, anerkannt zu werden“, unterstrich Laudator Fritz Lutzenberger. Der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Schongau ist gerade von einem „Nepal-Erfahrungstrip“ zurückgekehrt, der ihm bewusst gemacht habe, „auf welch hohem Niveau wir in Deutschland leben und arbeiten dürfen“. Lutzenberger hatte ein von der Nepal-Initiative Schongau unterstütztes Schulprojekt besucht und von seiner Reise beeindruckende Bilder mitgebracht. „In dem Land, das keine demokratische Regierung kennt und Kinderarbeit auf der Tagesordnung hat, fehlt es an allem“, berichtete er. „Die Menschen in Nepal sind auch Profis“, fügte Lutzenberger nachdenklich an, „Überlebensprofis“. 

 Lutzenberger strich die „gesunde Wirtschaftsstruktur“ und den breiten Branchenmix im Landkreis heraus: „Die konjunkturelle Lage ist sehr gut, dafür sollten wir dankbar sein.“ Die Jury habe sich die Arbeit nicht leicht gemacht. Auf „Herz und Nieren“ seien die Betriebe in den fünf Handlungsfeldern Bauen, Umwelt, Klima, Energie und Soziale Aspekte geprüft und bewertet worden. Ein Aufwand, der sich lohnt, wie die daraus entstehenden Kontakte und Netzwerke zwischen Unternehmen, Politik und Verwaltung zeigen. Der „StandortProfi“ ist eine Aktion der Wirtschaftsförderung und des Regionalmanagements. Er schafft Betrieben eine Plattform, ihre Produkte und Leistungen vorzustellen. Bewerben können sich alle Branchen, pro Jahr werden maximal zehn Betriebe ausgezeichnet. 

 Der Kreisbote wird die „StandortProfis“ 2013 in einer der nächsten Ausgaben vorstellen.

Von Maria Hofstetter

Meistgelesene Artikel

Es war einmal...

Region – Geschichten dienen als kulturelles Gedächtnis der Gesellschaft und sie regen die Fantasie an. Eine Form des Geschichtenerzählens ist das …
Es war einmal...

"Jede Trasse wird hinterfragt"

Weilheim – 2 582 WeilheimerInnen haben auf den Listen unterschrieben, welche die Bürgerinitiativen (BI) „Heimat 2030“ und „Marnbach-Deutenhausen“ am …
"Jede Trasse wird hinterfragt"

KönigsCard ab Mai

Landkreis – Die Gäste im Blauen Land, im Werdenfelser Land und im Allgäu nutzen sie bereits: Die KönigsCard, die ihnen im Urlaub zahlreiche …
KönigsCard ab Mai

Kommentare