Landwirtschaftsschule verabschiedet 18 Absolventen des Wintersemesters

Meisterprüfung ist jetzt das Ziel

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Berufliche Pol-Position erreicht. Die erfolgreichen Absolventen der Landwirtschaftsschule. Vorn die Jahrgangsbesten Moritz Edenhofer, Ludwig Leis, Bernhard Mair mit Katrin Echtler und Schulleiter Klaus Klupak.

Weilheim – Im Rahmen eines Festakts verabschiedete das Landwirtschaftsamt Weilheim in der vergangenen Woche 18 Absolventen (darunter eine Frau) der Abteilung Landwirtschaft.

14 Studierende kamen aus dem Landkreis Weilheim/Schongau, zwei aus Garmisch-Partenkirchen, je einer aus den Landkreisen Starnberg und Landsberg. Bis auf eine Ausnahme streben alle die Meisterprüfung an. Ökobauern, konventionelle Landwirte, Mutterkuhhalter und Gastwirt, gelernte Metzger, ein Hobbykoch – die erfolgreichen Studenten bildeten eine buntgemischte, gestandene Gruppe. 

„Ihr ward eine lebhafte Klasse, die uns Lehrern noch lang in Erinnerung bleiben wird“, beschrieb Schulleiter Klaus Klupak die Semesterzeit. In seinem mit Wortwitz und Ironie vorgetragenen Bericht erinnerte er an Tage mit „Knirschen im Gebälk“ und anschließendem „Zusammenraufen“. „Alles in Allem verleihe ich der Klasse das Prädikat: ‘Hund seid’s scho!’, was in Bayern durchaus als Auszeichnung verstanden werden kann“, resümierte er schmunzelnd. 

Klupak hatte auch eine Reihe von Informationen mitgebracht. So wird zusätzlich zur bestehenden regionalen Landwirtschaftsschule in Weilheim eine überregionale Fachschule für Ökolandbau eingerichtet. Sie wird im Oktober ihren Betrieb aufnehmen. Weiterhin wird Weilheim zum zweiten Mal im Sommersemester acht spezielle Ökoschultage durchführen. Anmeldungen von 15 Studenten aus bayerischen Landwirtschaftsschulen liegen bereits vor, teilte er mit. 

Für die Grußredner aus der Kommunalpolitik und den Berufsverbänden BBV, BDM, VLF, stand der erfolgreiche Abschluss „Staatlich geprüfter Wirtschafter für Landbau“ im Vordergrund. Sie bescheinigten den Absolventen ein hohes Niveau erworben zu haben, vergleichbar mit der Pol-Position im Motorsport, und rieten zu politischem Engagement und zur Umsetzung der erworbenen Kenntnisse auf. „Macht was aus eurem Wissen“, so ihr einhelliger Tenor. 

Eine Kostprobe ihres Könnens lieferten die 18 Absolventen bei der Präsentation ihrer Prüfungsarbeiten. Vorgestellt wurden drei verschiedene Betriebe und drei verschiedene Wege zur Modernisierung. 

Witzig geriet auch der Rückblick der Semestersprecher, der sowohl das Zusammenwachsen der Klasse bis zum erfolgreichen Abschluss als auch Lob für das Lehrerkollegium beinhaltete. Den Höhepunkt des Festakts bildete eine humorige Einlage nach Art des „Königlich Bayerischen Amtsgerichts“, in der die „gemeine Rispe“ als Ankläger auftrat. 

Von Georg Müller

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