Für ein lebenswerteres Weilheim – Stadt verleiht Preise für engagierte Personen, Vereine und Institutionen

Für ihr soziales Engagement sind mehrere Weilheimer Bürger, Vereine und Institutionen in der Stadtratssitzung am vergangenen Donnerstag ausgezeichnet worden. „Die Preise sind eine Wertschätzung und Würdigung für ihre Leistung“, sagte Bürgermeister Markus Loth zu Beginn der Weihnachtssitzung im festlich dekorierten Saal des Rathauses. Bei Kerzenschein und musikalischer Begleitung durch ein Streichquartett der städtischen Musikschule verlieh die Stadt Weilheim den Sozial-, Kultur-, Ludwig-Pütrich- und Umweltpreis sowie eine Bürgermedaille.

Zu den Trägern der seit 1974 verliehenen Bürgermedaille zählt seit kurzem Evamarie Uhlemann. Von 1976 bis 1987 war sie Lehrerin an der Ammerschule und hat viele Schüler in die Orff-Musik eingeführt. Nach gesundheitlichen Problemen hörte Uhlemann als Lehrerin zwar auf, gab ihre „selbstlose Sorge“ anderen gegenüber jedoch nicht auf. Sie gab russ-landdeutschen Aussiedlerkindern Deutschnachhilfe. Der Träger des Weilheimer Umweltpreises zeigte, was zu tun ist, wenn einem etwas nicht passt: anpacken statt meckern. Seit mehreren Jahren hält Klaus Hager Weilheims Straßen sauber. Wieso? Es rege ihn einfach auf, dass überall der Müll herumliege. Sein Wirkungsbereich erstreckt sich über die Münchener Straße rund um den Töllern-Kreisel bis nach Unterhausen, auch der Verbindungsweg zwischen Narbonner Ring und Dietlhofer See wird von Hager vom Müll befreit. In all der Zeit sammelten sich unzählige randvoll gefüllte Müllsäcke, aber auch eine alte Waschmaschine oder Autoreifen an. „Die Menge und auch Art der entsorgten Gegenstände gibt Anlass zum Nachdenken“, sagte Loth und verglich den Preisträger mit den Kölner Meinzelmännchen, die nachts die Arbeit der Menschen erledigten. Wie Hager im Kleinen, so machte sich Architekt Florian Lechner im Großen um das positive Ansehen Weilheims verdient: Mit seiner Idee, den Marienplatz als Leinwand für ein Kandinsky-Bild zu nutzen, erhielt er den Kulturpreis der Stadt Weilheim. Die Brücke Oberland e.V. erhielt den Sozialpreis verliehen. „Das Bestreben ist, Kindern und Jugendlichen, für die sich bereits am Anfang ihres Lebens Dinge ereignet haben, die sie an den Rand unserer Gesellschaft stellen, die Hilfe der Gesellschaft anzubieten“, las Loth vor. Loth, der den Preisträgern die Ehrenurkunde und ein Preisgeld von 1000 Euro überreichte, zählte schließlich auch zu den Geehrten. Den Ludwig-Pütrich-Preis erhielt die Winfried und Centa Böhm-Stiftung, der Bürgermeister Markus Loth, Sparkassendirektor Josef Koch als Vorstandsvorsitzender und Stadtpfarrer Dr. Ulrich Lindl als stellvertretender Vorstandsvorsitzender angehören. Seit dem Jahr 2000 hat die Stiftung mehr als 570000 Euro zur Förderung gemeinnütziger, kultureller und sozialer Aanliegen vorwiegend im Stadtbereich Weilheim ausgeschüttet.

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