Leonhardiritt

Hoch zu Ross durch die Schongauer Altstadt

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Stadtpfarrer Norbert Marxer segnete vor der Stadtpfarrkirche die Pferde. Viele Zuschauer verfolgten den Ritt durch die Altstadt.

Schongau – Hat der vor 1500 Jahren lebende Eremit und Pater Leonhard noch Einfluss auf unser Leben im 21. Jahrhundert? Diese Frage wurde beim diesjährigen Leonhardiritt in Schongau beantwortet, wo Stadtpfarrer Norbert Marxer traditionell Pferde und Vieh segnete.

Einige Dutzend Pferdebesitzer waren auch heuer wieder dem Ruf zur Pferdebenediktion nach Schongau gefolgt. Unter den Ehrengästen befanden sich auch Bürgermeister Falk Sluyterman und Landrätin Andrea Jochner-Weiß, die zusammen in der Ehrenkutsche Platz nahmen. Nach einem kurzen Ritt durch die Stadt zelebrierte der Schongauer Stadtpfarrer Norbert Marxer am Bürgermeister-Schaegger-Platz den Gottesdienst, der ganz im Zeichen des Heiligen Leonhard stand.

Nicht nur Neuauflage, sondern Neuanfang

Leonhard von Limoges, wie der Sohn eines fränkischen Adeligen eigentlich hieß, wurde seinerzeit von Erzbischof Remigius von Reims erzogen und auch von ihm getauft. Es sei, erinnerte Marxer in seiner Predigt, damals um das Jahr 500 eine Zeit gewaltiger Umbrüche gewesen, viele Menschen hätten sich taufen lassen und der christliche Glaube sich so verbreitet.Gerade in einer Zeit, in der sich immer mehr Menschen die Frage stellten, woher komme ich, wie will ich mein Leben führen und was will ich erleben und wohin geht die Reise, könnte dieser Heilige den Menschen im 21. Jahrhundert viel sagen. „Er hat eine nicht geringe Bedeutung für unser Zeitalter“, so Marxer.

Schongauer Leonhardiritt 2016 - die Bilder

Das erkenne man auch an der Zunahme der Leonhardiritte landauf und Landab. Wobei diese nicht nur eine Neuauflage alter Traditionen seien, sondern gleichsam ein Neuanfang. Leonhard sei Zeuge eines ungebrochenen Glaubens, betonte der Stadtpfarrer. Eines Glaubens, eines Schatzes, der es wert sei, dafür alles andere aufzugeben.

Segnung vor der Kirche

Nach dem Gottesdienst setzte sich der Zug, angeführt von den Kutschen mit den Ehrengästen und der Geistlichkeit und den Pferden über die Karmeliterstraße in Richtung Friedhof in Bewegung und kam über die Münzstraße zurück zu den vor der Kirche wartenden Gläubigen. Nach der Segnung der Pferde vor der Pfarrkirche durch Pfarrer Norbert Marxer umrundeten die Reiter nochmals das Ballenhaus um dann wieder in die Münzstraße einzubiegen.

Oliver Sommer

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