Lernen in der Mensa: Wird die Grundschule wegen akuter Raumnot auf das May-Gelände verlegt?

Akute Raumprobleme im Schongauer Schulzentrum haben die CSU-Stadtratsfraktion auf den Plan gerufen. Mit einem Antrag beabsichtigten die CSU-Räte, auf diesen Missstand aufmerksam zu machen und sprachen sich klar für geeignete Maßnahmen gegen die Raumnot aus. Doch so einfach sind diese nicht umzusetzen.

„Wir brauchen ein Entwicklungskonzept für das Schongauer Schulzentrum“, bekräftigte CSU-Fraktionsvorsitzender Michael Eberle und sprach sich im Beisein seiner Kollegen für eine Stärkung des Schongauer Schulzentrums aus. Klar sprach sich Eberle auch für eine Aufstockung des Kollegstufengebäudes aus. „Schnell und relativ kostengünstig kann hier ein Raumangebot geschaffen werden, das die Probleme des Gymnasiums löst“, stellte Eberle fest. Vor allem das Welfen-Gymnasium platzt aus allen Nähten und in Zukunft wird mit noch größerer Raumnot gerechnet. Dr. Wolfgang Gebler, Rektor des Welfengymnasiums, war zur Sitzung geladen worden und berichtete dem Gremium von der aktuellen Situation: „Seit dem G8 ist Bildungspolitik nicht mehr berechenbar. Ich kann nur noch für das nächste Schuljahr planen und da fehlen uns vier Klassenzimmer“, stellte Gebler klar. Um der akuten Raumnot Einhalt zu gebieten, soll unter anderem die Mensa jeden Tag bis zum Mittag abgeteilt werden und fungiert dann als Klassenzimmer. Auch ein Physikfachraum wird als Klassenzimmer und Multifunktionsraum umgebaut. „Für das kommende Schuljahr sind wir gewappnet, aber mittel- bis langfristig müssen wir eine bessere Lösung finden“, gab Gebler den Räten zu verstehen. Zwar hatte sich Landrat Dr. Friedrich Zeller für eine Aufstockung des Kollegstufengebäudes ausgesprochen – immerhin handelt es sich beim Gymnasium um eine Schule, bei der der Landkreis als Sachaufwandsträger fungiert. Allerdings war dieser Vorschlag im Schulausschuss zurückgestellt worden. Alternativ, so die Meinung einiger Räte, böte sich an, die Schongauer Grundschule auf das ehemalige Maygelände zu versetzen. Dann wäre genügend Platz für die anderen Schulen, in erforderlicher Weise Anbauten zu tätigen. Knackpunkt ist allerdings die Kostenseite: „In der jetzigen Haushaltslage ist ein solches Vorhaben für uns nicht zu schultern“, lautete der Tenor; zumal vor allem die Kreisschulen über Raumnöte klagen. „Schongau steht hier nicht allein in der Bringschuld“, meinte hierzu Michael Eberle. Sigi Müller von der ALS indes verstand nicht, weshalb die freien Schulräume in der Altenstadter Schule nicht genutzt werden sollten. „Da könnten erstmal immense Kosten gespart werden, die Raumnot würde entzerrt und man käme weg von der Käfighaltung in den Schulen dort“, sagte Müller. Dann könne auch genügend Zeit gewonnen werden, um eine gute Lösung für die aktuelle Probleme zu finden. „Man könnte auf dem Maygelände auch eine Passivhaus-Schule errichten. Für ein solches Projekt gibt es viele Fördergelder“, wusste der ALS-Stadtrat. Mehrheitlich kam der Stadtrat überein, dass die Aufstockung des Kollegstufengebäudes eine denkbare Lösung darstelle und er beauftragte die Stadtverwaltung, zu überprüfen, ob das ehemalige Maygelände als möglicher Standort für eine neue Grundschule geeignet ist.

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