Lesung von Leuchtmann und Korff im Stadttheater

Humorvolles zur Adventszeit

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Lesungen müssen weder trocken noch öde sein. Das bewiesen Christiane Leuchtmann und Hans Peter Korff mit ihrem kurzweiligen Programm, das beim Publikum für viel Erheiterung sorgte. Rechts die Vorsitzende der Freunde des Weilheimer Theaters Ragnhild Thieler.

Weilheim – „Das war eine witzige und spritzige Lesung“, „sehr humorvoll“ oder „das war überzeugend gespielt“ waren Kommentare, die nach der Lesung vom begeisterten Publikum geäußert wurden. „Advent, Advent“ im Stadttheater, von den Freunden des Weilheimer Theaters organisiert, war mehr als eine reine Lesung. Christiane Leuchtmann und Hans Peter Korff ließen die Texte durch ihr Spiel lebendig werden.

Humorvolles, Ernsteres und Szenen aus dem Leben wechselten sich temporeich ab und auch zwischen den einzelnen Texten verstanden es die beiden Schauspieler, ihr Publikum zu unterhalten. Und, dass Letzteres voll und ganz dabei war, brachte es durch herzliches Lachen, Klatschen und Zurufe zum Ausdruck. Was die Lesung so besonders machte, war zum einen, dass sich Leuchtmann und Korff so hervorragend ergänzten und zusammenspielten, zum anderen die Lebendigkeit der Texte, die durch unterschiedliche Dialekte ihre eigene Stimme erhielten. Bayrisch wurde es bei der Weihnachtsgeschichte des kleinen Seppi, der über die Krippe der Familie berichtet. Nicht alle Krippenfiguren waren das, was traditionell zu erwarten wäre: Weil die Figur des Josef kaputt ging, steht an ihrer Stelle jetzt Donald Duck, Ox und Esel haben einen Brontosaurus als Gesellschaft, einer der drei Weisen aus dem Morgenland wurde von Batmann verkörpert und der Engel fuhr zeitweise auf einem Motorrad. Das Publikum quittierte die Darbietung von Leuchtmann mit viel Gelächter und Applaus. Dass auch die Frage eines Kindes wie „Wo kommen die Löcher im Käse her?“ bei Erwachsenen zum Streit führen kann, bewies Leuchtmann mit dem Text von Kurt Tucholskys.

In seiner Beschreibung einer fiktiven Weltreise mit einer Dame, die er auf einem Weihnachtsmarkt kennengelernt habe, stellte Korff eine Verbindung zum Spielort Weilheim her. Außerdem erinnerte er mit einem Text von Kästner daran, dass ein jeder sich ein Vorbild suchen, die Kindheit nicht vergessen und keine guten Vorsätze planen, sondern sofort umsetzten sollte.

Nach der Lesung brachte Leuchtmann ihre Begeisterung für das Weilheimer Stadttheater selbst zum Ausdruck. Der Abend klang bei einem Empfang mit Musik gemütlich und stimmungsvoll aus.

Von Melanie Wießmeyer

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