Obere Turnhalle am Weilheimer Gymnasium bei Schneelast außer Betrieb – Vereinssport muss ausweichen

Marodes Dach schränkt Nutzung ein

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Die übereinander angeordneten Turnhallen wurden circa 1960 errichtet. Auch die Fenster und die  Fassade, Böden und technische Ausstattung sind veraltet.

Weilheim – Eine Überprüfung der Dachkonstruktion deckte erhebliche Mängel auf: Der aus Holzfachwerkträgern bestehende Dachstuhl des Turnhallengebäudes am Gymnasium hat keine Reserven, um zusätzliche Lasten, wie Schnee, aufnehmen zu können.

Das Landratsamt hat als Sachaufwandsträger die Konsequenzen gezogen: Die Turnhalle im Obergeschoss, dessen Dach neu konstruiert werden muss, bleibt wohl bis zum Frühjahr 2017 für Vereine gesperrt. Der Schulsport kann mit Einschränkungen weiter abgehalten werden. Liegt Schnee auf dem Dach, wird die Halle auch für die Schüler geschlossen. Das Landratsamt entscheidet jeden Morgen vor Schulbeginn erneut über die Freigabe. Die darunter liegende Turnhalle ist davon nicht betroffen, da ihre Stahlbetondecke keine statischen Mängel aufweist.

Der Kreisausschuss beschloss am Montag das Erstellen einer Machbarkeitsstudie. Sie soll aufzeigen, ob die Ertüchtigungsarbeiten an der Halle parallel zum Schulbetrieb und der derzeit durchgeführten Sanierung des Gymnasiums vollzogen werden können. Des Weiteren soll die Studie eine grobe Einschätzung der Kosten ergeben, wie Kreiskämmerer Norbert Merk dem Kreisboten erklärte. Nun gelte es zu prüfen, ob die Reparaturen als Generalsanierung eingestuft und damit förderfähig werden. Bei möglichen Gesamtkosten von rund fünf Mio. Euro geht Merk „im optimalen Fall“ von circa 1,5 Mio. Euro Fördermitteln aus.

Zur Finanzierung sollen zunächst die für die Sanierung des Gymnasiums gebildeten Budgetrückstellungen in Höhe von 1,8 Mio. Euro eingesetzt werden, wie Florian Steinbach von der Liegenschaftsverwaltung den Kreisräten berichtete.

Gegen eine externe Vergabe der Machbarkeitsstudie sprach sich Hans Geisenberger (ödp/Unabhängige) aus. Diese Aufgabe, so der Kreisrat, sollte die personell aufgestockte Bauabteilung im Landratsamt selbst übernehmen. Das sei aufgrund vieler anderer Bauvorhaben nicht zu schaffen, widersprachen Landrätin und Kreiskämmerer.

Da der TSV die obere Schulturnhalle nicht mehr nutzen kann, müssen die betroffenen Abteilungen in die ebenfalls renovierungsbedürftige Berufsschulturnhalle ausweichen. Die Trainingszeiten wurden komprimiert. Für die Rock’n‘ Roll-Abteilung wurde laut TSV-Chef Dieter Pausch noch keine Trainingsmöglichkeit gefunden.

Die Sportlehrer am Gymnasium, sagte die stellvertretende Schulleiterin Adelheid Meyer auf Nachfrage, müssten sich darauf einstellen, die Sportstunden teilweise nach draußen zu verlegen: „Wichtig ist, dass sich die Schüler bewegen.“

von Maria Hofstetter

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