Mehr Patienten in Unfallchirurgie und Orthopädie an den Kliniken in Weilheim und Schongau

An Vertrauen gewonnen

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Operiert wird nach modernsten Methoden: Chefarzt Dr. Thomas Löffler (li.) erklärt GmbH-Geschäftsführer Thomas Lippmann Details an einem künstlichen Hüftgelenk.

Weilheim – Mehr Leistungen, mehr Patienten, mehr Umsatz: Thomas Lippmann sieht seine Strategie, die Fachabteilungen in den Krankenhäusern Weilheim und Schongau weiter aufzurüsten, auf dem richtigen Weg. Dies zeige sich beispielhaft an der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie an den Standorten Weilheim und Schongau, die seit 1. Mai 2015 von Chefarzt Dr. Thomas Löffler geleitet wird.

Nach einem Jahr zogen Lippmann, Geschäftsführer der Krankenhaus GmbH, und Chefarzt Löffler Zwischenbilanz. „Das Weilheimer Krankenhaus war unfallchirurgisch verkümmert“, fand Lippmann bei einem Pressegespräch in der Kreisstadt deutliche Worte. Nun zeichne sich vor allem hier eine positive Entwicklung ab: So gab es in Weilheim von 2014 auf 2015 bei den stationären Patienten in dieser Hauptabteilung einen Zuwachs von 810 auf 1103 (36 Prozent). Die durchschnittliche Verweildauer der Patienten beträgt fünf Tage. Lippmann wertet den Anstieg als Beweis dafür, „dass das neue Angebot von den Patienten angenommen wird“.

Ob Schulter, Hüfte, Knie oder Sprunggelenk: Die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie bietet laut Löffler die gesamte Endoprothetik (künstlicher Gelenkersatz) an und behandelt unter anderem auch Wirbelsäulenfrakturen mit minimalinvasiven Verfahren („Schlüsselloch-Chirurgie“.) Der Chefarzt ist täglich in Weilheim und Schongau präsent, wo ihm jeweils Ärzteteams zur Verfügung stehen. „Die beiden Standorte“, stellt Löffler fest, „lassen sich gut vereinbaren.“ Unter seiner Leitung wurde nicht nur das Leistungsspektrum in der Klinik erweitert, sondern auch die Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten umstrukturiert und ausgebaut. Ihr Vertrauen müsse täglich neu erarbeitet werden: „Wir wollen die erste Adresse für die Rettungsdienste werden und sind noch lange nicht da, wo wir hin wollen“, räumte Löffler ein.

Ein Unfallpatient könne sicher sein, dass er in den Kliniken der GmbH ohne lange Wartezeiten versorgt und, wenn nötig, von einem Unfallchirurgen operiert wird. Das war dem Chefarzt „von Anfang an wichtig“. Ein Bereitschaftsdienst steht den Patienten rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen, zur Verfügung.

Die Weilheimer Klinik soll bis zum Sommer als „lokales Traumazentrum“ zertifiziert werden. Unfallpatienten, deren Verletzungen eine besondere Behandlung erfordern, werden dann automatisch an ein überregionales Traumazentrum, wie die Unfallklinik Murnau, weitergeleitet, erklärte Lippmann.

Über die Grund- und Regelversorgung hinaus weitere Leistungen anzubieten, erfordere zwar zusätzliches Kapital, bringe aber höhere Umsatzzahlen und sichere die Arbeitsplätze in der GmbH (derzeit circa 800), argumentiert Lippmann. Für 2016 erwartet er in der Unfallchirurgie und Orthopädie an beiden Häusern insgesamt 2 450 Patienten (2015: 2172). Wie die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten gestärkt werden kann? Lippmann hat da eine Idee: „Wir werden ihnen anbieten, in Teilzeit im Krankenhaus zu arbeiten.“

Löffler, der zuvor als Chef- arzt in einer Münchner Klinik tätig war und in Weilheim wohnt, kommentierte seine berufliche Veränderung als „absolut richtige Entscheidung“, auch wenn seiner neuen Wirkungsstätte nicht der beste Ruf vorausgeeilt war. Patienten und ihren Angehörigen bietet der Chefarzt an, sich vor geplanten Operationen in der Klinik umzuschauen und die Ärzte zu kontaktieren. „Der mündige Patient will informiert sein“, so Löffler.

Infoabend zum Thema Knie 

Gelegenheit zur Information gibt es in der Klinik Weilheim auch am Mittwoch, 4. Mai: Um 19 Uhr sprechen Chefarzt Dr. Löffler, Leitender Oberarzt Marcel Ziegler und Oberarzt Klaus Lederer im Casino zum Thema „Wenn das Knie schmerzt“.

Von Maria Hofstetter

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