Mehrgenerationen-Wohnen in Peiting

Hebauf für Millionen-Projekt

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Rund 60 Gäste feierten den Hebauf des Mehrgenerationen-Projekts der Maro neben dem Hotel Dragoner.

Peiting – „Mit Gunst und Verlaub!“, rief der Zimmerer vom Dach: Das Mehrgenerationen-Wohnprojekt in Peiting hat Hebauf gefeiert. Unter den 60 Besuchern waren viele Peitinger, aber auch Handwerker und künftige Bewohner des Hauses sowie Bürgermeister Michael Asam und der Vorstand der Raiffeisenbank Pfaffenwinkel, Stephan Rupprecht.

Die Maro-Genossenschaft baut in Peiting zwischen dem Hotel Dragoner und Haushaltswaren Sailer zwei Häuser mit insgesamt 14 genossenschaftlichen Mietwohnungen. Der Großteil der künftigen Bewohner steht schon fest, denn in diesem gemeinschaftlichen Wohnprojekt mehrerer Generationen lernen sich die künftigen Bewohner bereits lange vor dem Einzug kennen. Auch bei der Planung werden die Bewohner beteiligt und treffen sich hierzu alle zwei Monate.

„Es ist bemerkenswert, wie schnell jetzt alles ging“ sagte Bürgermeister Asam. „Vor einem guten Jahr haben wir im Marktgemeinderat noch den Bebauungsplan festgeschrieben, und heute stehen schon die Häuser.“ Asam konnte ganz aktuelle Pläne zeigen, wie der neue öffentliche Weg verlaufen wird: von der Ammergauer Straße über das Grundstück der Genossenschaft zu dem kleinen Spielplatz am Pfarrweg. „Dieser Vorschlag muss allerdings noch vom Kirchenverwaltungsrat genehmigt werden, denn der Spielplatz steht auf dem Grund der Kirche.“

Nach dem Richtspruch von Zimmerer Thomas Knappich aus Altenstadt sprach auch Raiffeisen-Vorstand Stephan Rupprecht ein Grußwort. „Gleich als das Projekt angekündigt wurde, haben uns die Leute gefragt, was das denn wäre, denn schließlich sind wir auch eine Genossenschaft. Wir haben uns die Maro und auch das Vorhaben dann näher angeschaut und stehen heute voll dahinter. Uns als Regionalbank freut natürlich besonders, dass hier vor allem Firmen aus der näheren Umgebung arbeiten.“

Anschließend richtete Maro-Vorstand Martin Okrslar einige Worte an die Festgäste: „Dieser Bau ist kein Traum-Projekt, es ist sogar ein wahr gewordener Projekt-Traum. Jedes Mal wenn ich auf die Baustelle komme, freue ich mich, wie gut und selbständig die Firmen hier arbeiten. Jeder denkt mit und spricht sich ab – das erlebt man ganz selten.“ Auch der Marktgemeinde Peiting dankte Okrslar: „Die Verwaltung und der Marktgemeinderat haben uns von Anfang an unterstützt. Das gilt nicht nur für das Baurecht, sondern auch für die vielen weiteren Punkte, von den Stellplätzen bis zum Fassadenprogramm an der Ammergauer Straße. Denn dort wird der heute schon sichtbare Parkstadl mit einem Spalier und Rosen begrünt werden.“

Im Anschluss waren die Gäste zu Bier und Braten eingeladen. Gefeiert wurde bereits im neuen Haus. Musikalisch wurde der Abend von dem italienischen Musikaten-Duo „folk core“ begleitet, das traditionelle italienische Volkslieder sang.

Von den 14 Wohnungen sind 13 bereits vergeben; nur eine vergünstigte Wohnung für eine Familie mit geringem oder mittlerem Einkommen ist noch verfügbar. Eine Wohnung wurde für anerkannte Flüchtlinge mit dauerhaftem Bleiberecht reserviert.

Alle Anteile vergeben

Die Maro investiert ca 3,6 Millionen Euro in das Projekt. Viele Bürger aus Peiting und Umgebung haben sich bei der Finanzerung beteiligt und Genossenschaftsanteile an dem Projekt erworben, auf die die Maro bis zu vier Prozent Dividende kalkuliert. Seit März 2016 sind alle Anteile vergeben. Nach Angaben des Vorstands liegt das Projekt im Budget und Terminplan. Im kommenden Sommer werden die Bewohner dann einziehen können und das sicherlich wieder mit einem Fest feiern.

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