Motorradtrial: Saisonauftakt auf der Bergehalde

Geschick und Balance zählten

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Balancegefühl und sichere Beherrschung der Maschine, wie hier über den Baumstumpf, war beim Trial in Peißenberg gefragt, um eine gute Platzierung zu erreichen.

Peißenberg – Keine auf Hochgeschwindigkeit gezüchteten Motoren, keine windschnittigen Rennanzüge und PS-strotzende Sportgeräte. Das ist Trialsport, der in Bayern traditionell auf der alten Peißenberger Bereghalde in die neue Saison startet.

Schon Tradition hat beim Lauf zum Alpencup und ADAC Jugendtrial auch das gute Wetter. Nach Dauerregen am Vortag strahlte beim Wettkampf einmal mehr die Sonne. „Regen kennen wir nicht“, grinste Rennleiter Klaus Angermeier, der mit seinen Helfern vom MC Peißenberg sieben anspruchsvolle Prüfungen in das hügelige und bewaldete Gelände der Bergehalde verteilte.

Und die hatten es teilweise richtig in sich. Große Baumstämme, und schräg eingebaute Bahnschwellen, die im Laufe des Wettbewerbs immer rutschiger wurden, stellten die 120 Teilnehmer aus dem ganzen Freistaat und dem angrenzenden Österreich, darunter auch zahlreiche Damen, vor schwere Aufgaben.

Wobei die Schwierigkeiten von Klasse zu Klasse anstiegen. Um bei den drei Umrundungen des Parcours innerhalb von drei Stunden möglichst fehlerfrei durchzukommen, hieß es die Strecke genau zu besichtigen. Auch das genaue Verfolgen der Linienwahl der Konkurrenten war hilfreich. Der entscheidende Faktor war aber der geschickte Umgang mit der Maschine, eine gehörige Portion Balancegefühl und die richtige Dosierung am Gasgriff.

Letzteres bewies auch der Nachwuchs, der auf speziell für ihn abgesteckten Kursen mit Feuereifer im Einsatz war. Auch sie versuchten, ohne Strafpunkte über die Runde zu kommen. Bei den Großen gelang dies in der Klasse 2, die den schwierigsten Parcours zu bewältigen hatten, Tobias Baptist, AMC Kempten. „Das hatten wir noch nie“, zollte Angermeier der starken Leistung des Allgäuers Respekt.

Die Klasse 3 entschied Peter Mohr, MSC Pfatter, mit 17 Punkten für sich. Manuel Kreuzer, RG Kempten, gewann die Klasse 4. In dem mit 48 Startern größten Feld der Klasse 5 setzte sich Josef Lippacher, MSC Engelberg, mit 5 Fehlern durch. In Klasse 6 siegte mit Julia Preithner, 1.Münchner Trial, eine Dame.

Bei den Neulingen in der Klasse 7 hatte Nick Kantschor, 1.MTC München, die Nase vorne. Lokalmatadore des MC Peißenberg waren nicht am Start. „Wenn wir ein Trainingsgelände hätten, wäre das anders“, bedauerte Angermeier.

von Roland Halmel

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