Nach Großbrand auf Ettinger Bauernhof: Kripo ermittelt in alle Richtungen

Mitarbeiter der Kripo Weilheim und Sachverständige des Landeskriminalamtes forschen noch nach der Ursache für den Großbrand, der am vergangenen Freitag auf einem Ettinger Bauernhof gewütet, Stall und Scheune vernichtet und Sachschaden in Höhe von rund 600000 Euro zur Folge hat. „Ermittelt wird in alle Richtungen“, erklärte der polizeiliche Pressesprecher Roman Hörfurter am gestrigen Dienstag.

300 Feuerwehrleute – die Einsatzkräfte kamen bis aus Benediktbeuern und Peißenberg, die Weilheimer Kollegen setzten am Brandort ihre neue Drehleiter ein – waren in der Nacht von vergangenem Freitag auf Samstag gefordert, um auf dem Bauernhof zu retten, was noch zu retten war. Die B2 musste während des Einsatzes für drei Stunden gesperrt werden. Der 52-jährige Landwirt und sein 23-jähriger Sohn sowie ein 21-jähriger Ersthelfer zogen sich beim Löschen leichte Verletzungen zu, meldet das Polizeipräsidium Oberbayern. Zum Glück konnten alle Rinder rechtzeitig aus dem brennenden Stall getrieben werden. Nur eine Kuh wollte sich partout nicht bergen lassen. „Wir haben sie immer wieder mit dem Wasserschlauch abgespritzt. Um 7 Uhr morgens konnten wir sie endlich lebend rausbefördern“, berichtet Ettings Feuerwehrkommandant Karl Neuner, der noch bis zum späten Vormittag mit dem Löschen der Glutnester beschäftigt war. Auf Anfrage unserer Zeitung äußerte sich Neuner „froh, dass der Großeinsatz so gut geklappt hat“ und „große Personenschäden ausgeblieben“ sind. Ein Nachbar kritisierte gegenüber dem KREISBOTEN, dass es „etliche Minuten gedauert“ habe, bis in Etting die Sirene angelaufen ist. Das Polizeipräsidium Oberbayern teilte dazu auf Nachfrage mit: „Der Notruf ist bei der Einsatzzentrale um 22.33 Uhr eingegangen. Parallel zur Notrufaufnahme wurde der Alarm bei der Feuerwehr und Rettungsleitstelle ausgelöst. Um 22.35 Uhr wurde von Feuerwehr /Rettungsleitstelle bestätigt, dass die Fahrzeuge zum Brandort unterwegs sind.“

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