Marienplatz: Neue Übersichtskarten bieten Besuchern Orientierung

Parkschilder und Hinweistafeln

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Ein Mitarbeiter des Bauhofs montiert das letzte Schild auf der Hinweistafel an der Löwenstraße.

Schongau – Beschlossen hatte es der Bauausschuss noch vor den Sommerferien, seit kurzem stehen jetzt auch die nötigen Schilder. Vor dem Hotel Alte Post darf damit ganz offiziell wieder geparkt werden. Neu sind auch vier Hinweistafeln, die Besuchern der Altstadt helfen sollen, sich zu orientieren.

Mit der Ausweisung der zusätzlichen Parkplätze ist die Stadt einer Bitte der Geschäftsleute nachgekommen (der Kreisbote berichtete). Ab sofort darf man vor der Alten Post sein Auto eine Stunde lang abstellen, muss allerdings ein Parkticket für 50 Cent lösen. Erst mit Einführung des neuen Parkraumkonzepts wird diese Gebühr entfallen, da dann in der Altstadt bekanntlich die erste Stunde kostenlos geparkt werden kann. Die Regelung gilt von Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr sowie am Samstag von 9 bis 12 Uhr. Übrigens: Auch Anwohner sind in diesen Zeiten an die Höchstparkdauer von einer Stunde gebunden und müssen den Geldbeutel zücken, wenn sie dort parken wollen. Ihr Parkausweis gilt für diese Stellplätze nicht.

Die beiden Parkschilder sind nicht die einzigen Schilder, die in diesen Tagen am Marienplatz montiert wurden. Neu sind auch vier Hinweistafeln östlich und westlich des Ballenhauses sowie an der Löwen- und der Kanzleistraße. Auf ihnen ist eine Übersichtskarte der Schongauer Altstadt zu sehen, sowie jeweils eine vergrößerte Ansicht der näheren Umgebung. In dieser sind mit Zahlen zum einen touristische Highlights gekennzeichnet, zum anderen Geschäfte und Restaurants, die nicht unmittelbar am Marienplatz liegen. Unterhalb der Karte befindet sich die zugehörige Legende.

Die Idee zur Beschilderung kam von der Werbegemeinschaft und der Gruppe Schongau belebt. Sie stand auf einer Liste mit etlichen Vorschlägen, die Wirtschaftsförderin Yvonne Voigt gleich nach deren Amtsantritt übergeben worden war. Im Frühjahr griff Voigt das Thema auf, holte erste Angebote ein. „Solche Schilder gibt es in vielen Innenstädten, gerade Geschäfte in zweiter Reihe können so auf sich aufmerksam machen“, sagt die Wirtschaftsförderin. Im April stellte die Werbegemeinschaft offiziell den Antrag an die Stadt. Dies war laut Voigt nötig, um Mittel aus dem Verfügungsfond der Städtebauförderung zu bekommen. Dadurch wiederum sank der Preis deutlich, den die Geschäftsleute für einen Platz auf der Hinweistafel zahlen müssen. Die Kosten für die Beschilderung schätzt Voigt auf rund 3 000 Euro (die genau Abrechnung steht noch aus), 50 Prozent davon werden gefördert. Die vier Tafeln sowie deren Installation finden sich darin nicht wieder. „Das wird mit der Umgestaltung des Marienplatzes verrechnet“, so Voigt.

Am Donnerstag der Vorwoche montierten Mitarbeiter des Bauhofs die letzten Schilder auf der Tafel an der Löwenstraße. Während diese damit voll belegt ist, gibt es an den anderen noch die ein oder andere Lücke. „Wenn jetzt weitere Anfragen von Unternehmen aus den jeweiligen Bereichen kommen, können wir sofort nachbestellen“, weist Voigt hin, die natürlich auch weiß, dass eine solche Beschilderung von ihrer Aktualität lebt. „Dadurch, dass die Firmennamen einzeln auf Schildern aufgebracht sind, können wir sie einfach austauschen.“

Die Hinweistafeln sind nicht das einzige Projekt, bei dem die Wirtschaftsförderin auf die Unterstützung durch den Verfügungsfond setzt. So verweist sie auf die Bestrebungen von Schongau belebt, die Altstadt mit einheitlichen Blumenkübeln aufzuhübschen. „Auch hier ist eine Förderung in Höhe von 50 Prozent möglich, wenn sich wie bei den Hinweistafeln die Geschäftsleute finanziell beteiligen“, so Voigt.

von Christoph Peters

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