Neuer Eingang zum Schongauer Stadtfriedhof eröffnet

Vom Parkplatz auf den Gottesacker

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Die SPD-Stadträte Friedrich Zeller (li.), Martin Schwarz (2. v. re., vo. sein Sohn Paul) und Barbara Karg (re.) mit Bürgermeister Falk Sluyterman (Mitte) und Bauamtsmitarbeiter Robert Thomas auf der Treppe, die zum neuen Eingang führt.

Schongau – Der Mauerdurchbruch ist schon einige Wochen her, doch nutzen konnte man den neuen Zugang zum Schongauer Stadtfriedhof vom Parkplatz des Münzgebäudes mangels Treppe noch nicht. Diese ist jetzt montiert genau wie das extra angefertigte schmiedeeiserne Tor, weshalb Bürgermeister Falk Sluyterman nun zur offiziellen Eröffnung lud.

Das Stadtoberhaupt erschien zu diesem Termin nicht allein. Auch die SPD-Stadträte Friedrich Zeller, Barbara Karg und ganz besonders Martin Schwarz wollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, den Stadtfriedhof erstmals von Westen her zu betreten. Immerhin war es letzterer gewesen, der vor knapp zwei Jahren die Idee zu dem neuen Eingang hatte.

Im Dezember 2014 beschäftigte sich der Bauausschuss mit dem Antrag der Sozialdemokraten. Mit deutlicher Mehrheit wurde die Umsetzung beschlossen – allerdings nicht barrierefrei. Denn um die Höhendifferenz zu überwinden, wäre eine 18 Meter lange Rampe nötig gewesen, für die mehrere Parkplätze hätten weichen müssen. Die Alternative Hublift wurde ebenfalls verworfen – aus Angst vor Vandalismus.

„Was lange währt, wird endlich gut“, sagte Sluyterman angesichts der langen Zeit, die seitdem vergangen ist. Dass die Umsetzung des Beschlusses nicht eher erfolgte, dafür hatte Bauamtsmitarbeiter Robert Thomas gleich mehrere Gründe parat. So gab es dringendere Projekte, die die Kräfte im Bauamt banden. Außerdem musste man die Stellungnahme der Denkmalschutzbehörde abwarten, ob die Mauer überhaupt durchbrochen werden durfte. Zu guter Letzt verzögerte der fehlende Haushalt die Vergabe der Arbeiten.

Nachdem der Durchbruch im Juni erfolgte, dauerte es noch einmal acht Wochen, bis die Bau- und Kunstschlosserei Schönstein das eiserne Tor, das im Aussehen den bereits vorhandenen Zugangstoren ähnelt, fertiggestellt hatte. Die Kosten belaufen sich auf 7500 Euro und liegen damit um 500 Euro niedriger als angesetzt.

Rand statt Mitte

Ursprünglich sollte der Eingang in der Mitte der Mauer entstehen. Dass er jetzt etwas versteckt im hinteren Teil situiert ist, mag auf den ersten Blick verwundern, hat aber gut Gründe. So habe man dadurch keine Parkplätze verloren und es seien auch nur geringe Eingriffe in die bestehenden Grabreihen nötig gewesen, sagte Thomas. Er hob außerdem die direkte Anbindung an die Hauptwege und die unmittelbare Nähe der Wasserentnahme hervor. Auch im Hinblick auf eine spätere touristische Nutzung der Stadtmauer sei die neue Lage praktikabler.

Bei der SPD war man mit der Umsetzung ihres Antrags erwartungsgemäß zufrieden. „Wer einen Stadtspaziergang machen will, der kann jetzt über den Friedhof gehen – eine schöne Abkürzungsstrecke“, freute sich Friedrich Zeller. Und Barbara Karg wies noch auf einen weiteren Vorteil hin, nämlich die kürzen Wege für Angehörige. Diese könnten nun direkt am Münzgebäude parken und müssten beispielsweise ihre Sachen für die Grabpflege nicht mehr so weit schleppen.

Christoph Peters

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