Neuer Pfarrer

Seit dem ersten Adventswochenende ist Dr. Ulrich Lindl nun offiziell Weilheims neuer Stadtpfarrer. Dekan Bernhard Schönmetzler führte den Nachfolger von Hans Appel bei einem Festgottesdienst am Sonntag ins neue Amt ein und überreichte ihm die Ernennungsurkunde. Bürgermeister Markus Loth hieß Lindl im Namen der Stadt herzlich willkommen und schenkte „Weilheimer Pralinen“. „Ich bin angekommen, ich freue mich“, verlieh der 45-Jährige seinen Gefühlen Ausdruck.

Es war eine würdige Amtseinführung für den neuen Weilheimer Seelsorger. Angeführt von der Stadtkapelle und begleitet von Ministranten mit Kerzen, Diakonen, Dekanen und Abordnungen der Vereine zog Dr. Ulrich Lindl unter Glockenklang in die bis auf den letzten Stehplatz gefüllte Stadtpfarrkirche ein. Bürgermeister Markus Loth begrüßte Monsignore Appels Nachfolger mit herzlichen Worten und hieß ihn im Namen der Stadt, des Stadtrates und auch ganz persönlich willkommen. „Die vielen Bürger, die heute Abend gekommen sind, zeigen ihnen, wie willkommen sie hier sind. Ihr guter Ruf ist ihnen vorausgeeilt. Sie werden vermutlich an dem weiter bauen, was ihre Vorgänger hier errichtet haben und später neue Akzente setzen. Wir sind alle überzeugt, dass mit ihnen eine gute Wahl getroffen wurde“, sagte das Stadtoberhaupt. Loth sei sicher, dass Lindl sich schnell in Weilheim zuhause fühlen werde. In seiner ersten, emotional geprägten Predigt bat Lindl um das Vertrauen der Gemeinde und dankte all jenen, namentlich den Kaplänen Andreas Jall und Thomas Pfefferer, die das kirchliche Leben in der pfarrerlosen Zeit gestaltet hätten. „Weilheim ist eine selbstbewusste, prächtige Stadt mit bodenständiger Tradition, jedoch auch offen für Neues“, beschrieb Lindl seine ersten Eindrücke vom neuen Wirkungskreis. Er habe keine Patentrezepte für die Zukunft und bringe auch keine fertigen mit. „Wir sind nun eine Schicksalsgemeinschaft. Das Leben lernt man im Gehen. Nun bin ich froh, dass ich angekommen bin“, sagte er. Nach einer Prozession zu den Glaubenspunkten der Kirche – Taufbecken, Seitenaltäre, Ambo und Altar – überreichten Vertreter der Gemeinde mit dem Messbuch, mit Blumen, Kreuz, Brot und Wein traditionelle Geschenke als Willkommen zur Amtseinführung. Das letzte Wort überließ Lindl ganz in der Art des Vorgängers seinem evangelischen Amtsbruder. Dekan Axel Piper bat in seiner kurz gefassten Predigt – „Ich will nicht an einem zu langen Gottesdienst schuld sein“ – um adventliche Gelassenheit sowie Fortführung der ökumenischen Zusammenarbeit und versprach das Seine beizutragen. „Wir wollen Geschwister im Glauben bleiben“, sagte er. In der anschließenden entspannten Feier auf dem Kirchplatz suchte Lindl das Gespräch mit den Bürgern Weilheims und dessen Amtsträgern.

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