Ein neuer Tower für Penzing

Ein Spezialkran musste angefordert werden, um die 22 Tonnen schwere Kanzel des alten Towers in Penzing abzuheben. Foto: Christoph Kruse

Auf dem Gelände des Fliegerhorsts in Penzing entsteht derzeit ein neuer Tower. Dass es sich, angesichts der bevorstehenden Schließung des Standorts, um eine Verschwendung von Steuergeldern handeln könnte, verneint Kasernenkommandant Peter Hammer allerdings.

Die Anspannung war bei fast allen Beteiligten sichtbar: Schließlich hebt auch ein Entsorgungsprofi wie Alexander Stampfl nicht alle Tage eine Kanzel vom Tower eines Flughafens, beobachtet vom Penzinger Kasernenkommandanten Peter Hammer und Architekt Peter Edenhofer. Lediglich der Führer des Spezialkranes einer Allgäuer Firma blieb ganz gelassen - 300 Tonnen Last kann das Monstrum namens "Octopus" heben, die 22 Tonnen, die die Kanzel wiegt, stellen ihn da noch lange nicht vor Probleme. Sorgen machte den Beteiligten dann auch eher der Wind - bis 20 Knoten galt die Aktion als sicher, diese Grenze wurde zeitweise während der Arbeiten dann auch mehrfach erreicht. Trotzdem konnte die Kanzel, nachdem zuvor die Stahlstreben abgetrennt worden waren, problemlos heruntergehoben werden. Anschließend begann sofort die Zerlegung und Entsorgung. Rund eineinhalb Wochen wird der Flugbetrieb in Penzing noch von einem mobilen Tower aus geleitet, dann ist der neue Turm, der wenige Meter neben dem alten errichtet wurde, einsatzbereit. "Die Kanzel musste vor allem deshalb herunter, damit die Sicht vom neuen Tower nicht eingeschränkt ist", so Kasernenkommandant Hammer, der auch erklären kann, warum man den Neubau brauchte, obwohl derzeit vor allem über die Schließung des Standortes Penzing gesprochen wird. "Zum einen setzen wir hier ein Projekt um, das vor zehn Jahren beschlossen wurde. Und es weiß im Moment ja auch noch niemand, wie lange wir wirklich noch hier sind, aber es werden auf jeden Fall noch Jahre sein und da muss etwas technisch notwendiges dann einfach gemacht werden.“ Der alte Tower wird nicht etwa abgerissen, sondern erhält an der Stelle, an der die Kanzel aufgesetzt war, ein neues Dach. "Im Rahmen der Baumaßnahme wurde das ganze Gebäude energetisch saniert", so Hammer.

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