Neujahresempfang im Foyer des Weilheimer Stadttheaters: SPD fordert bezahlbare Wohnungen

KAB-Präses Erwin Helmer: "Menschen sind keine Kostenfaktoren"

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Ingo Remesch (mit.) und Gerhard Trautinger (re.) lauschten den Klängen der Saz.

Weilheim – Zum Jahresempfang des SPD-Ortsvereins Weilheim lud Ingo Remesch den Präses der katholischen Arbeitnehmerbewegung Augsburg Erwin Helmer ein. Der Weilheimer plädierte für mehr „soziale Gerechtigkeit“ und er forderte eine „Erneuerung des Sozialsystems sowie gerechtere Arbeitsbedingungen“.

Er begann seine Rede mit den Worten: „Ein Betriebsrat hat seine Kollegen auf einer Versammlung vor kurzem mit ,liebe Kostenfaktoren’ begrüßt. Wer kennt das nicht, dass man als Kostenfaktor gesehen wird“, fragte er die rund 50 Besucher des Empfangs. Die Grundbotschaft: „Es kann nicht sein, dass Menschen als Kostenfaktoren gesehen werden! Welcher Mitarbeiter ist überflüssig, welcher kann outgesourct werden?“ Die Mechanismen des globalen Marktes hätten laut Helmer dazu geführt, dass solches Denken in den Köpfen herumschwirrt. Auf das Thema bezahlbare Wohnungen und den Hochwasserschutz ging Remesch in seiner Empfangsrede ein. Aus der Sicht der SPD sei es wichtig, dass neue Wohnungen für Familien, die in Weilheim leben möchten, bezahlbar sein sollen. „Es sollte auch für Familien mit dünnem Geldbeuten möglich sein“, sagte Remesch. Den Hochwasserschutz in der Wessobrunner Straße sprach er ebenfalls an. „Unser Ziel ist es, dieses Jahr die Maßnahme zu beenden“, sagte Remesch. Gerhard Trautinger sprach sich beim Empfang gegen die kleinen neuen Stände während der Weihnachtszeit in der Stadt aus. „Die sind der Tod für den traditionellen Weihnachtsmarkt. Vereine und Verbände sind auf den Markt angewiesen“, sagte er. Die „Bude“ beim Rid hatte sogar Sonderrechte erhalten, wie Öffnungszeiten bis 20.30 Uhr. „Das geht nicht“, plädierte er. Stadtrat Michael Lorbacher kommentierte den verabschiedeten Haushalt 2013: „Trotz der wachsender Aufgaben haben wir den Haushalt mit moderater Neuverschuldung zustande gebracht.“ Es stehen aber noch Themen, wie der neue Busbahnhof, die Energiewende und ein neuer Veranstaltungsraum für Jugendliche auf dem Plan. Zur musikalischen Unterhaltung lud die SPD drei Saz-Spieler, Ahmet Oral, Aziz-Murat Oral und Gentian Guncati, ein, die jeweils ein Stück auf dem türkischen Instrument zum Besten gaben.

Von Alma Jazbec

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