Auf Nummer sicher gehen – Trinkwasserbehälter auf Weilheimer Gögerl erhält zweite Wasserleitung

Die Bohrarbeiten auf dem Gögerl sind in vollem Gange, wie diese Aufnahme zeigt. Foto: Stadtwerke

4 000 Kubikmeter Trinkwasser verbrauchen die Weilheimer durchschnittlich pro Tag. Diese Wassermenge passt exakt in den Hochbehälter auf dem Gögerl, der nun aus Sicherheitsgründen eine zweite Anschlussleitung erhalten soll.

Bislang, begründet dies Thomas Schekira, Bereichsleiter für die Wasserwirtschaft bei den Stadtwerken, war der Ausgleichsbehälter auf dem Gögerl nur über eine einzige, 50 Jahre alte Leitung mit dem Stadtgebiet verbunden. Um bei einer Havarie schnell reagieren und die Weilheimer weiter lückenlos mit frischem Trinkwasser versorgen zu können, sei eine zweite Einspeisemöglichkeit erforderlich. Ausbesserungen an der bestehenden Leitung könnten dadurch erschwert werden, dass neben und über der Leitung ein Starkstromkabel verläuft, schilderte Schekira im Gespräch mit unserer Zeitung die Situation. Aufgrund dieser Umstände könnten fällige Reparaturarbeiten schon mal bis zu einer Woche dauern. 184 000 Euro sind für die neue Wasserleitung inklusive diverser Anschlüsse und Elektrotechnik fällig. Zuschüsse gibt es dafür nicht, das Geld ist im städtischen Haushalt für 2012 eingeplant. Die Arbeiten, davon geht Schekira aus, können noch vor dem Einsetzen der Frostperiode abgeschlossen werden. Die zwölf Meter langen Wasserleitungsrohre, aus Kunststoff mit verstärkter Außenwand ausgestattet, werden zusammengeschweißt, ausgelegt und acht Meter tief ins Erdreich eingezogen. Dazu wird vom Gögerlhochbehälter bis zum Wanderparkplatz unterirdisch ein Loch gebohrt, um den Magerrasen nicht zu zerstören. 270 Meter lange Rohre können mit Hilfe eines Bohrgerätes in einem Arbeitsgang in das Bohrloch eingezogen werden. Beim Bohrvorgang wird eine spezielle Flüssigkeit eingesetzt, „zur Stütze und als Spülung“, wie Schekira erklärt.

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