Oberlandwerkstätten präsentieren sich

Wo im Alltag Menschen mit Behinderung Metall und Holz bearbeiten und mit Montagearbeiten beschäftigt sind, führten die Oberland Werkstätten kürzlich 50 Gäste durch den Betrieb.

Von der Gelegenheit, „mit den Industriekunden außerhalb des Tagesgeschäftes ins Gespräch zu kommen“, machten Martin Zeller, Geschäftsführer der Oberland Werkstätten GmbH, und das Team des Pollinger Betriebes beim dritten Kundenabend regen Gebrauch. 160 Mitarbeiter mit Behinderung aus dem Altlandkreis Weilheim gehen an der Obermühlstraße 81 in verschiedenen Abteilungen ihrer Arbeit nach. Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise sind auch hier deutlich zu spüren, wie Betriebsleiter Frank Boda bestätigt. Von Januar bis August seien die Umsätze im Vergleich zu 2008 um 18 Prozent eingebrochen; besonders betroffen waren die Zulieferbereiche der Automobilbranche. Dank des breit gefächerten Kundenspektrums hielten sich die Einbrüche jedoch in Grenzen; die einzelnen Abteilungen konnten sich gegenseitig mit Aufträgen versorgen. „Wir haben wieder Vollbeschäftigung und viel Energie in den Rehabereich und in die Schulungen gesteckt“, berichtete Boda im Gespräch mit unserer Zeitung. Da die Aufträge wieder zunehmen, geht der Betriebsleiter davon aus, „dass wir am Standort Polling die Talsohle durchschritten haben“. Nachdem sich die Gäste bei Weilheims Standortförderer Stefan Frenzl über die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung im Raum Weilheim informiert hatten, sprach der langjährige geschäftsführende Gesellschafter des Münchner Familienunternehmens „Iwis-Ketten“, Dipl. Ing. Gerhard Winklhofer, über „soziale/ethische Aspekte der Unternehmensführung in wirtschaftlich schwierigen Zeiten“. Um das leibliche Wohl der zahlreichen Firmenvertreter kümmerte sich die Gruppe „Dienstleistungen“ der Pollinger Oberland Werkstätten. Adrett gekleidet und mit den Servierregeln vertraut, stellten sie bei Stehempfang und Abendessen ihr hauswirtschaftliches Können unter Beweis.

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