Neue Messstation liefert Daten für Landwirte

Wichtige Informationsquelle

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An der Messstation: V. li.: Christoph Schmid, Bernhard Schmid, Markus Schmorell, Michael Nowak und Heinrich Schmid. LfL-Mitarbeiter Stephan Weigand (re.) erklärt die Funktionsweise.

Obersöchering – Den Landwirten in der Region steht seit Kurzem eine zusätzliche Entscheidungshilfe zur Verfügung. Denn die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) hat in Obersöchering eine neue agrarmeteorologische Station in Betrieb genommen. Es ist die südlichste in ganz Oberbayern.

Gemessen wird dort die Luft- und Bodentemperatur, die relative Luftfeuchte, die Windgeschwindigkeit, der Niederschlag und manches mehr. Die Daten werden täglich per Funk zur zentralen Datenbank der LfL übertragen. Dort prüfen Fachleute die Werte und stellen sie ins Internet, wo jeder sie kostenlos abrufen kann. Und zwar unter www.lfl.bayern.de oder www.wetter-by.de.

„Es ist wichtig, dass wir ganz detaillierte Daten haben“, betonte Markus Schmorell, Leiter des Weilheimer Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF). In ganz Bayern gibt es 137 dieser Stationen.

Jeder weiß: Kaum ein Berufszweig ist abhängiger vom Wetter als die Landwirtschaft. Um die Feldarbeiten gut planen zu können, ist für den Praktiker die Witterung der letzten Tage und die der folgenden Tage zentral. Mit den Daten des agrarmeteorologischen Messnetzes hat der Bauer eine wertvolle Informationsquelle an der Hand.

Die neue Station wurde am Hof der Familie Schmid errichtet. Landwirt Christoph Schmid nutzt die zusätzlichen Daten. „Wir schauen öfters rein.“ So helfen ihm die Zahlen zum Beispiel, wenn er im Frühjahr Gülle ausfahren will. Er kann sich nach der Bodentemperatur erkundigen und sieht, ob er die Flüssigkeit ausbringen darf oder nicht. Denn der Boden muss die Gülle aufnehmen können. Ist er gefroren, kann er das nicht.

Die Messstation, die rund 10 000 Euro gekostet hat, kam auf Initiative von Michael Nowak zustande. Er ist beim AELF für Pflanzenbau zuständig. Für die Installation einer solchen Anlage sei ein „Partner vor Ort“ nötig, sagt er beim Pressetermin. Denn rund um die Station müsse ein paar Mal im Jahr gemäht werden. Dieser Partner wurde mit der Familie Schmid gefunden. Sie bekommt dafür eine Pflegepauschale.

Von Roland Lory

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