Obstpresse läuft auf Hochtouren – Peißenberger Gartenbauverein kümmert sich um Früchte aus der Region

Fleißig kümmern sich die Helfer an der Peißenberger Obstpresse um die aus den einheimischen Gärten angelieferten Äpfel. Foto: Gnadl

Unscheinbar ist das kleine Haus in der Bachstraße. Vor der Tür sind bereits die Maschinen zu hören. Sack für Sack werden Äpfel aus den vielen davor parkenden Autos herausgeschleppt. Hinter der Tür verbirgt sich die Obstpresse des „Vereins für Gartenbau und Landespflege Peißenberg-Ammerhöfe“, in der bereits seit 22. August fleißig Saft produziert wird.

„Je gemischter das Obst ist, desto besser wird der Saft“, erklärt Rita Bauer, die sich seit über 35 Jahren in der Obstpresse des „Vereins für Gartenbau und Landespflege Peißenberg-Ammerhöfe“ darum kümmert, dass im Herbst das Obst aus der Marktgemeinde und den umliegenden Orten zu Saft verarbeitet wird. Wenn verschiedene Sorten aus den Gärten der Region aufeinander treffen, wird der Geschmack besonders gut. Elf Tonnen Obst waren es bereits bis vergangenen Montag. Hauptsächlich Äpfel werden verarbeitet, aber auch Birnen kommen zwischendurch in die Presse. Seit 1948 sind die Zahlen der Obstpresse notiert, 1969 war mit über 101 Tonnen das Rekordjahr. Bisher zeichnet sich für diese Saison ein „normales Jahr“ ab. „Wir schätzen, es werden etwa 75 Tonnen“, vermutet Bauer und dass die späten Sorten im Oktober noch zahlreich geliefert werden. Zehn Mitglieder des Vereins kümmern sich in zwei Schichten immer montags, bei vielen Anmeldungen auch dienstags, um die Entsaftung. 90 Leute kommen durchschnittlich pro Tag. „Bis aus Eschenlohe kommen sie zu uns“, denkt Bauer an die vielen Anlieferer. 100 Kilo Obst ergeben etwa 66 Liter Saft. „Bei besonders saftigen Äpfeln hatten wir auch schon 74 Liter.“ Die gibt es dann erhitzt und in Plastikbeuteln mit Zapfhahn gefüllt. Ein Jahr ist der Saft dann etwa haltbar, wenn er geöffnet wird, noch drei Monate. Und auch die Überbleibsel des Obstes, der Treber, findet Verwendung: Jäger holen sich die Abfälle und silieren sie als Winterfutter für Wildtiere.

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