Ein Glücksfall fürs Weilheimer Stadtmuseum

Wertvolle Ölgemälde in die Heimat zurückgeholt

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Die vier Ölgemälde auf Holz von Jörg Greimolt zeigen Szenen aus dem Martyrium der heiligen Agatha.

Weilheim – Ein „sensationeller Neuankauf“ ist nach den Worten des Museumsleiters Dr. Tobias Güthner mit dem Heimholen von vier Altarflügeln der Agathakapelle geglückt.

Die 1523 von dem Weilheimer Maler Jörg Greimolt geschaffenen Ölgemälde auf Holz befanden sich ursprünglich als Flügel an einem Altar in der Weilheimer Agathenkapelle neben der Pöltner Kirche. Um 1850 hat sie Spitalkurat Andreas Schmidtner noch in einer Weilheimer Privatsammlung gesehen. Danach wurden die Gemälde verkauft und aus Weilheim fortgebracht. 2011 tauchten Greimolts wertvolle Ölbilder im Wiener Kunsthandel auf. Dass sie inzwischen wieder im Besitz der Stadt Weilheim sind, ist einigen Unterstützern zu verdanken: Kultur- stiftung der Länder in Berlin, Ernst von Siemens Kunststiftung in München, Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern sowie Winfried und Centa Böhm Stiftung und Jubiläumsstiftung der Sparkasse, beide Weilheim. Nach über einjährigen Verhandlungen mit deutlichem Preisnachlass wurden die Gemälde für 320 000 Euro angekauft. „Der Erwerb bedeutet einen großen Zugewinn für das Stadtmuseum, das jetzt die Malerei des früheren 16. Jahrhunderts anschaulich dokumentieren kann“, erklärte Güthner. Im Frühjahr 2013 sollen die vier Ölgemälde im Beisein aller Sponsoren im Stadtmuseum der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Von Maria Hofstetter

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