Aquarellmaler Otto Josef Lentner schenkt der Gemeinde weiteres Kunstwerk

"Eberlhof" hängt jetzt im Rathaus

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Bürgermeisterin Manuela Vanni und Hauptamtsleiter Johannes Pfleger durften sich über ein weiteres  Aquarellbild von Otto Josef Lentner (re.) freuen.

Peißenberg – „Orte, die sich über Jahrhunderte optisch nicht verändert haben, sollte man bildlich festhalten“, sagt Otto Josef Lentner – und dass der Peißenberger Aquarellmaler nicht nur Sprüche macht, davon kann man sich im Rathaus der Marktgemeinde überzeugen: Auf dem Flur im ersten Stock hängen bereits mehrere Bilder aus Lentners Fundus, unter anderem die St. Johann-Kirche und die Tiefstollenhalle – und ein weiterer „Lentner“ wird bald hinzukommen: Der 80-jährige Künstler überreichte der Gemeindeverwaltung ein Aquarell, auf dem der Eberlhof abgebildet ist.

appoldskreut am Osthang des Hohen Peißenbergs ist so etwas wie ein historisches Wahrzeichen der heimischen Landwirtschaft. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Eberlhof, der nach einem seiner früheren Besitzer benannt ist, im Jahr 1533. Seit über einem Jahrhundert gehört er einer Weidegenossenschaft. In den letzten Jahren wurde das Gebäude aufwändig saniert und eigens dafür der „Instandsetzungs- und Erhaltungsverein Eberlhof“ gegründet. Für Lentner ist das Bauernhaus ein heimatliches „Kulturgut“, zu dem er auch einen persönlichen Bezug hat. Als Bub hat er im Sommer an den Osthängen des Hohen Peißenbergs als Hirtenjunge ausgeholfen und Kühe gehütet. Im Winter wiederum endeten die Skirennen des Alpenvereins in Rappoldskreut regelmäßig am „Eberlhof“. Und nicht weit davon entfernt stand oberhalb der Sulz eine Skisprungschanze. „Gehüpft bin ich zwar selber nicht, aber ich hab´ da immer gerne zugeschaut“ erinnert sich Lentner, der beruflich als Großhandelskaufmann tätig war.

Dass seine Werke im Rathaus ausgestellt sind, nimmt der leidenschaftliche Aquarellmaler – „das ist meine Passion“ – durchaus mit Stolz zur Kenntnis: „Das ist schon eine Anerkennung. Ein bisschen eitel ist ja jeder Mensch“, verrät er schmunzelnd. Und der „Eberlhof“ wird nicht der letzte „Lentner“ im Rathaus sein. Hauptamtsleiter Johannes Pfleger hat jedenfalls schon einmal die Maria-Aich-Kirche als Motiv ins Visier genommen: „Es wäre nicht schlecht, wenn wir die noch hätten. Unser Flur ist ja lang und hat noch jede Menge Platz.“

von Bernhard Jepsen

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