Pähls Bürger wollen eine Turnhalle

Die Beteiligung bei Bürger-entscheiden war in der Vergangenheit nicht immer hoch. Das Turnhallenthema in Pähl mobilisierte aber die Bürger. Fast zwei Drittel der Wahlberechtigten (62,2 Prozent) warfen am Sonntag ihre grünen Stimmzettel in die Wahlurnen der drei Wahlbezirke oder gaben ihre Stimme per Post ab. Die Entscheidung fiel dabei eindeutig zugunsten des angedachten Turnhallenprojekts aus.

66 Prozent der Bürger sprachen sich für den Bau der Halle in der geplanten Form aus. „Ich bin froh über die hohe Wahlbeteiligung und das klare Votum“, urteilte Bürgermeister Klaus Pfeiffer nach der Auszählung der Stimmen. Die gute Beteiligung zeichnete sich schon im Laufe des Tages ab. Bereits drei Stunden vor Schließung der Wahllokale war die Hälfte der Bürger an der Wahlurne erschienen. Etwas kompliziert erwies sich die Fragestellung, war aus den Wahllokalen zu hören. Wer für den Turnhallenbau war, der musste mit „Nein“ stimmen. Das taten vor allem die Pähler. Im Wahlbezirk Unterdorf gab es eine Mehrheit von 87,8 Prozent und im Oberdorf von 82,9 Prozent. Die Briefwähler befürworteten die Halle, die etwa zwei Millionen Euro kosten soll, mit 63,5 Prozent. In Fischen, von dort kamen auch die Initiatoren des Bürgerentscheids, fiel das Ergebnis dagegen deutlich negativ aus. Nur 32,4 Prozent sprachen sich für das Projekt aus. In der Summe blieb jedoch eine klare Mehrheit für den Turnhallenbau. „Ich fürchte jetzt aber eine weitere Spaltung der Ortsteile“, nahm Mark Satzger, einer der Initiatoren des Bürgerbegehrens, das Ergebnis mit gemischten Gefühlen auf. „Ich hoffe, es kehrt jetzt wieder schnell Ruhe ein“, sagte Pfeiffer, der das Projekt schnell voranbringen will. Der von ihm anvisierte Baubeginn in Sommer ist nach Ansicht von TSV-Chef Klaus Tuffentsammer kaum machbar. „Wir hoffen, dass es im Herbst losgehen kann“, sagt er über den für den Verein wichtigen Bau, für den Pähl nach Abzug der Förderung rund 1,3 Millionen zahlen muss.

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